Rattenkot: Anzeichen für Rattenbefall erkennen

Es kommt nicht jeden Tag vor, dass man Tierkot in irgendeiner versteckten Ecke im Haus oder in der Wohnung vorfindet. Doch wenn man es tut, ist der Schreck umso größer. Welches Tier hat sich hier eingenistet? Muss ich sofort den Kammerjäger rufen oder aufgrund gesundheitlicher Risiken sogar woanders unterkommen? Wenn Sie ratlos vor Fragen wie diesen stehen, lesen Sie einfach weiter – in diesem Beitrag erfahren Sie alles, was Sie wissen sollten, wenn Sie im Haus Rattenkot finden.

So unterscheiden Sie Rattenkot von anderem Tierkot


Da auch Igel und Mäuse ähnlich kleinteiligen und rundlichen Kot abgeben, ist es für ein ungeschultes Auge nicht sofort ersichtlich, um welchen Kot es sich handelt. Bevor Sie alle Geschütze auffahren, sollten Sie also zunächst einmal herausfinden, welches Tier seinen Weg in Ihr Haus gefunden hat.

Den Igel können Sie unmittelbar ausschließen, wenn der Kot besonders kleinteilig und rundlich ist. Igelkot ähnelt in seiner Form eher länglichem Katzenkot und ist daher leicht von Rattenkot zu unterscheiden.

Anders sieht es bei Mäusekot aus – dieser ist allerdings deutlich kleiner als Rattenkot. Bei Mäusebefall müssten Sie durch angeknabberte Möbel und Gegenstände auch schon andere Anzeichen gesichtet haben. Im Gegensatz zu Ratten sind Mäuse auch öfter tatsächlich zu sehen.

Rattenkot bestimmen: Diese Infos können Sie dem Rattenkot entnehmen


Wenn Sie nach dieser Abgleichung immer noch den Verdacht auf Rattenkot haben, können Sie in die zweite Phase der Bestimmung übergehen. Bei Rattenkot wird zwischen Wanderratten und Hausratten unterschieden. In folgender Tabelle finden Sie die jeweiligen Merkmale:

WanderratteHausratte
spindelförmig und recht breitbananenförmig gebogen
eher schwarz weniger breit
liegt in Gruppen zusammenweit verteilt

Wenn der gefundene Kot noch feucht-glänzend ist und einen starken Geruch hat, handelt es sich um frischen Kot, der für einen aktiven Befall spricht. Die Menge des Rattenkots gibt außerdem einen Hinweis darauf, wie stark der Rattenbefall ausgeprägt ist. Bei ungleich großen Ansammlungen von Kot müssen Sie davon ausgehen, dass die Ratten bereits Nachwuchs gezeugt haben und sich weiterhin vermehren – in diesem Fall ist das Problem also besonders akut.

INFO: Eine Ratte produziert ungefähr 40 Kotballen am Tag. Im Hinblick auf die Menge des frischen Kots können Sie sich mit diesem Wissen grob ausrechen, wie viele Ratten in Ihren vier Wänden leben.

Die Beseitigung des Rattenkots – Und was Sie dabei beachten sollten


Wenn es sich bei dem gefundenen Kot um die Exkremente von Ratten handelt, sollten Sie keine Zeit verlieren. Ratten stellen für den Menschen eine große Gesundheitsgefahr dar, da sie ernstzunehmende Krankheiten übertragen können. Sie müssen aus dem Lebensraum des Menschen daher weitestgehend ferngehalten werden – egal ob Haus, Wohnung, Garten oder Keller.

Aber nicht nur aus gesundheitlichen Gründen bringen Ratten Probleme mit sich – sie verunreinigen den Wohnraum und gelagerte Nahrungsmittel und rufen Schäden an Kabeln und elektrischen Geräten hervor.

Durch die Krankheitserreger ist auch bei der Entfernung des Kots Vorsicht geboten. Zunächst einmal steht fest: Er muss sofort beseitigt werden. Die folgenden Punkte sollen Ihnen als Schritt-für-Schritt-Anleitung dienen, damit Sie von Anfang an richtig vorgehen.

Achtung: Nutzen Sie aus hygienischen Gründen keinen Besen oder Staubsauger, um den Kot zu entfernen.

  1. Lüften – Öffnen Sie alle Fenster und Türen in dem Zimmer, in dem Sie den Rattenkot gefunden haben. Handelt es sich um besonders viel Kot, sollten Sie während der Reinigung eine Schutzmaske tragen oder einen Lüfter einschalten.
  2. Chlorlösung anmischen – Mischen Sie aus 400 Millilitern Chlorbleiche und 6 Litern heißem Wasser eine zehnprozentige Chlorlösung an und füllen Sie die Lösung in eine Sprühflasche. Tragen Sie dabei unbedingt eine Schutzmaske.
  3. Chlorlösung auf den Kot sprühen – Ziehen Sie sich Latexhandschuhe an (hinterher entsorgen) und sprühen Sie die Lösung großzügig auf den Kot.
  4. Kot mit Papiertuch aufsammeln – Nach fünfminütiger Einwirkzeit der Lösung können Sie den Kot mit einem Papiertuch aufsammeln.
  5. Gründliche Reinigung der Flächen
  6. Gründliche Desinfizierung der Flächen

Bei Rattenkot: Wie geht es jetzt weiter?


Da Ratten sehr robuste und anpassungsfähige Tiere sind, ist eine Rattenbekämpfung nicht im Handumdrehen erledigt – aber seien Sie beruhigt: Schädlingsexperten kennen die Methoden, mit denen die Rattenbekämpfung Schritt für Schritt realisiert werden kann. Dafür nutzen sie ein Zusammenspiel aus effektiven Systemen, die an die jeweiligen Umstände angepasst werden: Dazu zählen Köder- und Detektionsboxen, aber auch chemische Präparate und Wirkstoffe.

Mit dem Notprofi-Service müssen Sie sich nicht mit komplizierten Köderboxen und ungesunden Schädlingsbekämpfungsmitteln herumschlagen, geschweige denn selbst den Ratten auflauern. Auch die umständliche Suche nach dem besten Kammerjäger in Ihrer Umgebung bleibt Ihnen erspart. Egal ob Sie Freitagabend oder Sonntagnacht auf die unerwünschten Kotballen stoßen – Wählen Sie einfach unsere 24-Stunden-Hotline und der richtige Fachmann in Ihrer Nähe macht sich so schnell wie möglich auf den Weg.