Ratten: Wissenswertes über die Nager, Tipps zum Rattenbefall

Hausratten und Wanderratten sind die beiden Wildratten, die es in unseren Breiten noch gibt. Sie begleiten uns seit Jahrhunderten als Kulturfolger. Sie leben gern in unserer Nähe, sie leben in unseren Häusern, in der Kanalisation, im Keller und auf dem Dachboden. Doch so gern die Ratte in unserer Gesellschaft ist, so ungern möchten wir die Ratte als Begleitung in unserem Leben haben. Wir wollen und müssen sogar die Ratte vertreiben, damit sie nicht zur Plage wird.

Welche Risiken durch Rattenbefall bestehen, wie Sie die Ratten bekämpfen können, wann Sie den Kammerjäger rufen sollten und wie Sie einem Rattenbefall vorbeugen können, lesen Sie in diesem Beitrag.

Die Ratte - seit Jahrhunderten ungeliebt und bekämpft


Beim Gedanken an eine Ratte kommen uns Menschen sofort Schmutz, Unrat, Angst und Ekel in den Sinn. Die kleinen, manchmal auch ziemlich großen Nager, werden schon seit Jahrhunderten in Verbindung mit Krankheiten gebracht, die sie auf den Menschen übertragen. Schauergeschichten werden erzählt, Ratten sind für die Pest verantwortlich gemacht worden, für Tuberkulose und Fleckfieber.

Im Gegensatz zur Maus, deren Namen wir sogar als Kosewort verwenden, sehen wir die größeren Nager als gefährlich, durchtrieben und eklig an. Menschen haben eine natürliche Abneigung gegen die Nagetiere, die sich verfestigt hat und weswegen man auch sofort zu diversen Mitteln greift, um die Tiere zu verjagen und zu töten. Sind Ratten wirklich gefährlich oder sind das nur Ammenmärchen?

Welche Krankheiten werden von Ratten übertragen?

Nicht nur die Ratten, sondern vor allem Parasiten, die sich auf und in ihnen ansiedeln, übertragen die Krankheiten, vor denen sich die Menschen fürchten. Der Rattenfloh war zum Beispiel der Hauptüberträger der Pest, wie man heute weiß. Auch heute noch zählen die ungeliebten Tiere mit ihren Parasiten zu den Überträgern von Krankheiten wie Gelbsucht, Tuberkulose, Tollwut, Fleckfieber und Amöbenruhr.

Welche Schäden richten Ratten an?

Ratten sind Allesfresser, auch wenn sie sich in der freien Natur hauptsächlich pflanzlich ernähren. Dadurch fressen sie quasi alles und verunreinigen Lebensmittel und Orte mit ihren Keimen und ihrem Kot. Dies ist nicht nur unangenehm zu säubern, sondern birgt auch die eben erwähnte Gefahr der Übertragung von Krankheiten.

Zusätzlich knabbern sie einfach alles an, was ihnen in den Weg kommt: Möbel, Fassaden, Dämmungen, sogar vor Kabeln machen sie nicht halt.

Wie erkenne ich einen Rattenbefall?


Da Ratten sich außerordentlich schnell vermehren, ist es wichtig, einen Befall schnell zu erkennen und einzudämmen. Doch wie erkennt man, dass man die Plage im Garten oder im Haus hat?

Die Nager sind sehr scheu. Daher bekommt man sie eher selten zu sehen, und wenn, sind sie schneller wieder weg als der Wind. Ein sicheres Zeichen dafür, dass Sie Ratten im Haus oder im Garten haben, ist frischer Kot. Auch frisch verstorbene Tiere und ein unangenehmer Geruch nach Ammoniak lassen auf einen Rattenbefall schließen. Weitere Anzeichen für einen Befall und wie Sie den Rattenkot von dem anderer Tiere unterscheiden, lesen Sie in unserem ausführlichen Ratgeber.

Achtung - für Ratten besteht Meldepflicht!

Da die Wanderratte als Schädling sich exorbitant vermehrt und großen Schaden anrichten kann, besteht bei einem Befall eine Meldepflicht. Dabei müssen die Art und die Stelle genau beschrieben werden. Dies gilt sowohl für den öffentlichen Raum als auch für private Grundstücke und Wohnungen. Wo Sie den Befall melden und was Sie beachten müssen, erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Meldepflicht bei Rattenbefall.

Woher kommt die Ratte? – Ursachen für einen Rattenbefall


Dass die kleinen Nager die Nähe des Menschen suchen, stimmt so eigentlich nicht genau. Denn vor allem die Wanderratte (Rattus norvegicus), die bei uns am häufigsten auftritt, lebt vor allem gern außerhalb von Ortschaften. Allerdings sucht sie die Nähe zum Wasser. Dadurch werden die Ratten von unserer Kanalisation magisch angezogen, denn hier lässt es sich hervorragend leben. Es stören keine Menschen, es ist feucht und der Weg zur Nahrung ist nicht nur sicher durch die Rohre, sondern auch kurz. Unsere Abfälle sind reichlich vorhanden und in der Dämmerung, im Morgengrauen und nachts machen sich die Tierchen auf den Weg zu ihnen.

Die Ursachen für einen Rattenbefall liegen also bei uns Menschen. Nicht, weil es bei uns schmutzig ist, suchen die Nager die Nähe des Menschen, sondern weil es bei uns genug zu fressen gibt und man sich prima in Kellern, Rohren, Abwassersystemen, im Garten, im Keller und auf Dachböden verstecken kann.

Gut zu wissen

Nur zwei Tiere aus der Art Rattus leben in Deutschland: die Wanderratte und die Hausratte (Rattus rattus). Während die Wanderratte sich mehr und mehr ausbreitet und auch zu Recht eingedämmt werden sollte, steht die Hausratte teilweise auf der roten Liste der bedrohten Arten.

Wie kann man Ratten bekämpfen?


Um gegen Ratten vorzugehen, muss man das Verhalten der Tiere kennen. Sie sind nämlich nicht nur sehr sozial, sondern auch unglaublich intelligent. Streuen Sie einfach viel Gift, dann werden die Tiere der Gruppe schnell merken, dass sie diese Köder lieber nicht fressen sollten.

Am besten ist es, im Kampf gegen Ratten und andere Tiere immer einen Profi zu rufen. Die professionellen Schädlingsbekämpfer kennen sich mit den Tieren, ihren Eigenarten, Vorlieben und Verhalten sehr gut aus, und können durch ihr umfangreiches Wissen genau die Methoden anwenden, die die Plage auch wirklich gänzlich zum Erliegen bringen.

Hausmittel gegen Ratten

Es ist nicht ratsam, die Schädlinge mit Hausmitteln wie Terpentin, Chili-Pulver oder anderen stark riechenden Mitteln, die den Geruchssinn der Ratten ausnutzen wollen, um diese zu vertreiben, zu verwenden. Die Plage werden Sie so vielleicht vertreiben, aber nur für eine gewisse Zeit oder nur ein paar Meter weiter bis zum Nachbarn. Ein sinnvolles „Hausmittel“ ist zum Beispiel eine Katze. Vor allem auf dem Land bringt sie gute Erfolge. Katzen in der Stadt gehen nur noch selten ihrer natürlichen Futterbesorgung nach, dafür hat man ja schließlich menschliche Dosenöffner.

Es gibt noch weitere Hausmittel und natürliche Feinde, die wir Ihnen in unserem detaillierten Ratgeber zum Thema "Ratten bekämpfen" erläutern.

Ratten bekämpfen mit dem Kammerjäger


Da in den meisten Bundesländern ein Rattenbefall sowieso gemeldet werden muss, sollte man in diesem Zuge auch gleich einen professionellen Schädlingsbekämpfer, also einen Kammerjäger mit der Bekämpfung der unliebsamen Gäste beauftragen.

Auch wenn es die üblichen Bekämpfungsmittel wie Lebendfallen, Totschlagfallen oder Rattengift auch im regulären Handel gibt, muss man damit auch umgehen können.

Manche vom Kammerjäger eingesetzte wirksame Giftarten, gegen die die Ratten noch keine Resistenzen entwickelt haben, dürfen auch gar nicht von Laien verwendet werden. Zudem besteht immer auch Gefahr für Ihr Kind oder ein geliebtes Haustier, wenn nicht genau nach Anleitung und sorgsam mit den Bekämpfungsmitteln umgegangen wird.

Welche Kammerjäger-Kosten kommen auf mich zu?

Viele Menschen scheuen die Hinzuziehung eines Profis auch in der allergrößten Not, weil sie befürchten, dass die Kammerjäger-Kosten extrem hoch sind. Dem ist nicht so! Die Preise für eine Rattenbekämpfung vom Profi fangen schon bei circa 300-400 Euro an. Die genauen Kosten für den Kammerjäger variieren natürlich noch nach Ausmaß des Befalls und Besonderheiten des Ortes.

In manchen Fällen kommen auch Vermieter oder Stadt und Gemeinden für den Einsatz auf. Genauere Informationen dazu finden Sie in unserem detaillierten Beitrag "Wer zahlt den Kammerjäger?".

Wie Sie Rattenbefall vorbeugen können


Um eine Plage zu verhindern, müssen Sie sich nur noch einmal die Ursachen für einen Befall mit den Tieren vor Augen rufen. Die wichtigsten Tipps zur Vorbeugung gegen die unbeliebten Haustiere sind:

  • Spülen Sie keine Essensreste durch die Toilette, das Spülbecken oder das Waschbecken hinunter. Ratten können durch die Rohre sogar bis in höhere Etagen gelangen.
  • Bewahren Sie Lebensmittel und Tierfutter immer gut verschlossen auf, sodass sie keine Anreize für hungrige Nagetiere darstellen.
  • Räumen Sie Keller und Dachboden sowie den Garten regelmäßig auf und befreien die Orte von unnötigem Unrat und Gerümpel. Ratten lieben diese Spielplätze und nisten sehr gern dort.
  • Vermeiden Sie einen ungepflegten und mit organischen Resten zugemüllten Komposthaufen. Dieser zieht die Ratten magisch an.
  • Wenn noch nicht vorhanden, lassen Sie Rückstauklappen in die Toilette einbauen. So kann das Eindringen der Plagegeister über diesen Weg verhindert werden.

Auch wenn Sie all diese vorbeugenden Maßnahmen treffen, kann es immer wieder dazu kommen, dass eine Rattenplage über Ihr Haus oder Ihren Garten herfällt. Dann sollten Sie schnell handeln und einen Profi rufen, damit die Vermehrung der Nagetiere so schnell wie möglich eingedämmt wird. Der Kammerjäger wird jedes einzelne Exemplar ausmerzen, denn schon eine kleine Anzahl überlebender Tiere kann eine erneute Plage auslösen.

Ratten effektiv bekämpfen mit Notprofi


Auf Notprofi.de finden Sie nur geprüfte Schädlingsbekämpfer, die in der Bekämpfung von Ratten ausgebildet und erfahren sind. So können unsere Partner dem Rattenbefall schnell und fachgerecht beikommen. Finden Sie jetzt auch in Ihrer Nähe den passenden Kammerjäger – und seien Sie dabei mit unserer Preis- und Geld-zurück-Garantie stets auf der sicheren Seite!