Ratten – So bekämpfen Sie die Schädlinge

Ratten gehören zu den bekanntesten Schädlingen und sind ein wahrer Albtraum für die Betroffenen. Viele Menschen reagieren mit Abscheu, Angst und Ekel, denn die Schädlinge stehen mehr noch als die Maus für hygienische Mängel, Dreck und Krankheiten.

Sie zu vertreiben oder zu töten, ist aber alles andere als leicht, denn haben sie sich erst einmal eingenistet, ist es schwer, sie wieder loszuwerden. Mit Fallen und Gift kann man ihnen mitunter noch zu Leibe rücken. Wenn dies nicht mehr hilft, muss ein Fachmann für Rattenbekämpfung ran – und das so früh wie möglich, um das Problem im Haus schnell zu bekämpfen.

Einen Rattenbefall rechtzeitig erkennen


Ratten sind extrem vermehrungsfreudig: Hat ein Weibchen Junge bekommen, ist es bereits wieder empfängnisbereit. Die Jungen verlassen nach drei Wochen das Nest und sind nach etwa drei Monaten selbst geschlechtsreif.

Unter guten Bedingungen kann ein einziges Rattenpärchen so in nur einem Jahr 1.000 Nachkommen hervorbringen. Deshalb ist es extrem wichtig, einen Befall der Nager so früh wie möglich zu entdecken und ihre Bekämpfung anzugehen, ehe die Plage überhandnimmt.

Obwohl es aus biologischer Sicht etwa 65 Rattenarten gibt, sind in Deutschland nur zwei davon relevant: Die Wanderratte, auch Kanal- oder Wasserratte genannt, und die Hausratte, die auch als Dach- oder Schiffsratte bezeichnet wird. Wichtig für Sie ist, dass die Hausratte auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten steht, weshalb man sie nicht töten darf.

Den Nagern auf der Spur

Die Nager vermehren sich nicht nur schnell, sondern sind gleichzeitig auch sehr scheue und nachtaktive Tiere, so dass wir sie normalerweise nicht zu Gesicht bekommen. Häufig siedeln sie sich im Keller oder auf dem Dachboden an, wo sie meist ungestört sind. Sehen Sie tagsüber lebende Ratten, bedeutet dies, dass es ihnen an Futter mangelt, sie aufgescheucht wurden oder der Befall bereits sehr stark ausgeprägt ist. Eine tote Ratte ist ein sicheres Zeichen für eine bestehende Population in Haus oder Garten.

Sicheres Anzeichen für Ratten ist außerdem frischer Kot, der aus leicht länglichen Stücken besteht. Besteht zudem ein sehr starker Geruch nach Ammoniak, ist der Befall bereits sehr groß. Spuren der Schädlinge sind nicht so leicht zu finden, sofern nicht eine dichte Staubschicht liegt, auf welcher man sie erkennen kann.

Besteht der Befall bereits etwas länger, lassen sich mitunter die sogenannten „Schmierspuren“ finden. Sie entstehen, da die Tiere gerne bekannte Laufwege nutzen. Auf diesen entstehen durch hinterlassenes Körperfett, Schmutz und Fell Pfade, die erst rotbräunlich sind und im Laufe der Zeit durch den zunehmenden Verschmutzungsgrad schwarz werden.

Welche Schäden richten Ratten an?


Ein Befall der Schädlinge muss auf jeden Fall ernst genommen werden, da daraus hygienische und gesundheitliche Probleme entstehen. Eine wirkungsvolle Rattenbekämpfung dient auch Ihrer eigenen Gesundheit. Ratten selbst übertragen zwar keine Krankheiten, wohl aber die Parasiten, die auf ihnen leben. So wurde auch die Pest im Mittelalter mit ihren etwa 50 Millionen Opfern vom Rattenfloh und nicht den Tieren selbst übertragen.

Um die Pest müssen wir uns heute keine Sorgen mehr machen. Dennoch übertragen Parasiten auf den Tieren auch heute noch gefährliche Krankheiten, darunter Tollwut, Tuberkulose, Amöbenruhr, Fleckfieber oder Gelbsucht. Darüber hinaus kontaminieren die Schädlinge auf ihrer Suche nach Nahrung Tierfutter und menschliche Lebensmittel, wenn sie an diese gelangen. Ihr Kot verunreinigt darüber hinaus das Haus und ist ebenfalls ein Gesundheitsrisiko.

Neben diesen Problemen entstehen durch Ratten auch Sachschäden: Die Schädlinge nagen auf ihrer Suche nach Nahrung und Nistmaterial an allem, was sie finden. So leiden nicht nur Möbel, sondern auch die Hausfassade oder die Dämmung.

Auch Kabel sind vor ihnen nicht sicher, weshalb es zu Kurzschlüssen und im schlimmsten Fall sogar zu Hausbränden kommen kann.

Wie wirkungsvoll sind Hausmittel?


Leider sind alle Hausmittel, die gegen die Schädlinge empfohlen werden, wirkungslos zur Rattenbekämpfung. Die Tiere sind zu anpassungsfähig, um sich lange von starken Gerüchen wie Terpentin, Cayennepfeffer oder ätherischen Ölen vertreiben zu lassen. Einzig Katzen können in der Lage sein, die Population auf ein erträgliches Maß einzudämmen, was gerade in ländlichen Bereichen gerne genutzt wird. Dennoch ist selbst benutzte Katzenstreu kein wirksames Mittel für die Bekämpfung der kleinen Nager in Haus oder Garten.

Ehe Sie wertvolle Zeit mit wirkungslosen Hausmitteln vergeuden, die keine Wirkung zeigen, gehen Sie den Rattenbefall gezielt und konzentriert an. Zur Wahl stehen neben der Hilfe durch den Kammerjäger Fallen und Gift.

Die Klassiker: Fallen und Gift


Ehe Sie planen, die Schädlinge zu töten, um der Plage Herr zu werden, ist es wichtig zu prüfen, welche Art sich im Haus angesiedelt hat. Handelt es sich um die geschützte Hausratte, dürfen weder Schlagfalle noch Gift zum Einsatz kommen. Rufen Sie in diesem Fall einen Fachmann, der die Tiere mit Lebendfallen fangen und anschließend umsiedeln wird.

Die Bestimmung der Ratten kann mitunter schwierig sein, insbesondere, wenn man die Tiere kaum zu Gesicht bekommt. Auch hier kann im Zweifelfall der Fachmann helfen, sicher festzustellen, um welche Art es sich handelt und ob er die gefangenen Exemplare töten kann.

Ratten fangen mit Fallen

Rattenfallen lassen sich in Lebendfallen und Schlagfallen unterteilen. Wenn der Befall noch nicht sehr groß ist, können sie ein geeignetes Hilfsmittel sein, um sie zu vertreiben. Ein großer Vorteil der Fallen gegenüber Rattengift ist, dass Sie sich keine Sorgen machen müssen, dass es von kleinen Kindern oder Haustieren aufgenommen wird. Die in Lebendfallen gefangenen Ratten können Sie weit weg von Ihrem Haus aussetzen. Für alle Fallen benötigen Sie einen passenden Köder. Dafür können sie beinahe jedes Nahrungsmittel nutzen, da die Schädlinge Allesfresser sind.

Beim Einsatz von Fallen können Sie sich zunutze machen, dass die Schädlinge bevorzugte Wege nutzen. Platzieren Sie die Falle entsprechen und kontrollieren Sie regelmäßig. Wechseln Sie regelmäßig Köder und Standort, denn in kurzer Zeit verstehen die Tiere die Gefahr und meiden die Fallen. Deshalb ist dieses Vorgehen nur bei kleinen Populationen geeignet.

Der Einsatz von Rattengift

Ratten sind sehr intelligente Tiere. Darauf beruht ihr großer Überlebenserfolg, obwohl sie einige natürliche Feinde haben. So haben die Nagetiere einen Vorkoster, der neue Futterquellen probiert. Stirbt er, wird keine andere Ratte das neue Futter anrühren. Damit Köder mit Rattengift wirkungsvoll sind, muss es also zeitverzögert töten: Die Ratten fressen es, sterben aber erst nach einigen Tagen.

Das Problem an Rattengift ist, dass es auch für Menschen und andere Tiere gefährlich ist. Werden die vergifteten Ratten von Raubtieren gefangen, verenden diese meist qualvoll an dem Gift, welches sie über die Ratten aufgenommen haben. Wenn Sie Katzen besitzen, sollten Sie deshalb grundsätzlich auf diese Methode verzichten, um jedes Risiko für Ihren Stubentiger auszuschließen.

Viele Rattengifte enthalten Stoffe, die nur von Fachleuten mit Sachkundenachweis eingesetzt werden dürfen, um die Nagetiere zu bekämpfen. Leider sind sie dennoch frei verkäuflich, da die Hersteller auf der Verpackung angeben, dass nur entsprechende Fachleute dieses Mittel einsetzen dürfen. Um Risiken für Menschen und Haustiere zu verhindern, sollten Sie Rattengift nur von Kammerjägern einsetzen lassen.

Wie geht der Profi vor?


Ein professioneller Schädlingsbekämpfer hat die nötige Erfahrung und das Fachwissen, die Stärke des Befalls sicher einzuschätzen und das Rattengift so risikolos wie möglich einzusetzen.

Insbesondere bei größeren Lagerhallen besteht zudem die Möglichkeit, Gas einzusetzen. Dadurch werden zuverlässig alle enthaltenen Ratten getötet. Um anschließend hygienische Probleme zu vermeiden, müssen die toten Tiere eingesammelt und fachmännisch entsorgt werden. Dadurch entsteht aber die Möglichkeit, die Verstecke der Ratten zu finden und abzudichten, so dass ein Neubefall unwahrscheinlich wird.

So beugen Sie einem Rattenbefall vor


Ratten werden von Nahrung angelockt. Um einem Befall von vornherein vorzubeugen, ist es deshalb wichtig, alle potenziellen Futterquellen fortzunehmen und Ihr Haus auf diese Weise wenig verlockend für die Nager zu machen. Bewahren Sie Lebensmittel und Tierfutter in luftdichten und stabilen Behältern auf, welche die Nager nicht beschädigen können.

Spülen Sie keine Essensreste in der Toilette herunter. Nutzen Sie keine Müllsäcke im Freien, die leicht reißen, und verwenden Sie stattdessen stabile Mülltonnen. Vermeiden Sie, dass Ihr gelber Sack zu lange im Freien steht und ungebetene Gäste anlockt.

Auch sollten Sie den Müll erst kurz vor der Müllabfuhr aus dem Haus stehen, sodass er draußen keine Ratten anlockt. Während normale organische Abfälle wie Garten- und Gemüseabfälle auf einem gut gepflegten Komposthaufen im Garten kein Problem darstellen, haben gekochte Essensreste, Fleisch und Knochen hier nichts verloren. Sie sind unwiderstehlich für die Nager.

Lassen Sie auch kein Tierfutter im Freien stehen und füttern Sie keine Tauben. Wenn Sie im Winter den Singvögeln etwas Gutes tun wollen, nutzen Sie ein Futterhaus oder aufgehängte Meisenknödel.

Nicht zuletzt müssen Sie auch verhindern, dass Ratten in Ihr Haus eindringen. Kontrollieren Sie vor allem unwegsame Ecken auf Bauschäden und dichten diese ab. Gerade im Keller ist dies wichtig, denn oft sind hier viele versteckte Nischen, die ideale Verstecke sind. Lüftungsrohre und Kellerfenster können Sie mit entsprechenden Gittern sichern. Türritzen können Sie mit Bürstenstreifen abdichten.

Wenn nichts mehr hilft: Rattenbekämpfung durch den Kammerjäger


Sobald Sie den Verdacht haben, dass sich Ratten in Ihrem Haus befinden, müssen Sie aktiv werden. Da die Tiere sich sehr schnell vermehren, bedeutet warten, dass der Befall immer größer wird.

Solange nur wenige Ratten vorhanden sind, können Sie mit Schlag- und Lebendfallen versuchen, die Tiere loszuwerden. Allerdings gewöhnen sie sich schnell an die Fallen und meiden sie. In diesem Fall, oder wenn die Population schon zu groß ist, hilft nur noch Gift. Da dieses aber ein hohes Risiko für Mensch und Haustier mit sich bringt, sollten Sie dies nur von einem Fachmann für Schädlingsbekämpfung einsetzen lassen.

Parallel zur Bekämpfung der Nager gilt es, Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass sie sich zu einem späteren Zeitpunkt erneut ansiedeln. Auch hier kann ein Fachmann Ihnen weiterhelfen und wertvolle Tipps geben.

Da gerade bei den vermehrungsfreudigen Ratten Eile geboten ist, kommt es auf jeden Tag an. Notprofi hilft Ihnen, schnell und günstig den richtigen Kammerjäger in Ihrer Nähe zu finden.