Marderabwehr an Haus und Auto – So werden Sie unerwünschte Besucher los

Das Verhältnis Mensch und Marder ist ein zwiespältiges. Frettchen beispielsweise gelten als exotische Haustiere. Nerze und Zobel sind wegen ihres Pelzes geschätzt. Wild lebende Marder hingegen – in Deutschland handelt es sich meist um Stein- oder Baummarder – machen Haus-, Auto- und Kleinviehbesitzern das Leben schwer.

Die Räuber zerbeißen Kabel im Motorraum und Dämmung in Häusern, reißen Hühner und Küken, klauen Eier und übertragen sogar Krankheiten wie Tollwut. Außerdem machen die kleinen Raubtiere furchtbaren Krach – kaum zu glauben, schließlich werden die putzigen Tierchen nicht mal katzengroß.

Wer einen Marder am Werk vermutet, benötigt zunächst eines: Informationen rund um das Thema Marderschutz. Welche Schäden können an Gebäuden und Auto entstehen? Wie kann ich effektiv vorbeugen? Welche Hausmittel sind bekannt? Bietet Ultraschall zur Marderabwehr wirksamen Schutz? Und was kostet eine professionelle Vergrämung durch den Kammerjäger? All diese Fragen beantwortet folgender Beitrag.

Diese Schäden kann ein Marder an Haus und Auto anrichten


Der vermutlich bekannteste Marderschaden ist der Kabelbiss. Einmal beißen und schon springt das Auto nicht mehr an. Im schlimmsten Fall drohen teure Folgeschäden. Wieso Marder Kabel und Schläuche lieben? Das tun sie gar nicht. Sie mögen lediglich die Wärme im Motorraum. Als verspielte Typen erkunden sie gern alles – auch mit den Zähnen. Steht das Auto gelegentlich in anderen Marderrevieren, provoziert der Geruch eines Rivalen ebenfalls Beißattacken. Eine Statistik der deutschen Versicherungswirtschaft bilanzierte 2017 den im Jahr von Steinmarder und Co. angerichteten Schaden an kaskoversicherten Autos auf rund 72 Millionen Euro.

Wenn es hingegen nachts hoch oben auf dem Dachboden rumpelt, schleift und rupft, hat sich wohl ein Steinmarder direkt unterm Dach eingenistet. Das nachtaktive Tier zerpflückt mit Vorliebe Dämmmaterial, um sich ein weiches Nest zu bauen. Außerdem bunkert der Allesfresser Nahrungsvorräte, zum Beispiel tote Küken oder Mäuse, die mit der Zeit mehr als unangenehm stinken. Kot- und Urinreste ziehen zusätzlich Ungeziefer an.

Wer Kleinvieh wie Hühner oder Kaninchen hält, ist auf Marder ebenfalls selten gut zu sprechen. Geklaute Eier sind das eine, tote Tiere das andere Resultat.

Marderschreck: Mit Ultraschall und Co. gegen unerwünschte Untermieter


Marderschutz für Ihr Auto

Eine Garage ohne Schlupflöcher ist der beste Marderschutz für Ihr Auto. Als effektiv haben sich auch Ummantelungen aus Hartplastik für gefährdete Schläuche und Kabel erwiesen. Den Einbau übernimmt der Fachmann. Er kann auch die Radkästen mit Blech oder Vorhängen versperren, damit die Tiere nicht in den Motorraum gelangen.

Geräte mit Ultraschall und nicht tödliche Elektroschock-Geräte unter dem Stichwort Marderschreck sind ebenfalls im Handel erhältlich. Tipp: Achten Sie bei Ersterem auf modulierbare Frequenzen, sonst gewöhnt sich der Marder an den Ton im Motorraum. Geringer Stromverbrauch ist ebenfalls zweckmäßig.

Einen Kammerjäger benötigen Sie eher selten, wenn Sie Ihr Auto schützen wollen. Mit handelsüblichem Gerät zur Marderabwehr fällt es auch Laien relativ leicht, die Tiere zu vertreiben bzw. Schutz aufzubauen.

Marderschutz für Ihre Immobilie


Ist der Marder einmal drin, wird es schwierig, ihn zu vertreiben. Deshalb schützen Sie Ihr Haus besser vorher. Ist es dafür zu spät, haben sich diverse Vertreibungsmaßnahmen als brauchbar erwiesen. Dafür braucht es jedoch Geschick und Sachverstand – oder einen Profi.

Damit der Räuber nicht ins Innere kommt

Der beste Schutz ist die Vorbeugung. Marder sind auf der Suche nach einem warmen, kuscheligen Zuhause. Verschließen Sie also Schlupflöcher, durch die er ins Innere kommt. Denken Sie dabei hoch hinaus. Als gute Kletterer nutzen die tierischen Artisten auch Fassadenbegrünung oder nah am Haus stehende Bäume zum Auf- und Einstieg.

Wenn das Tier schon sein Nest baut

Ist der Marder einmal im Gebäude, muss er vertrieben oder fachsprachlich vergrämt werden. Dazu gibt es verschiedene Techniken und Marderschreck-Geräte. Sie sollten immer abwechselnd kombiniert werden, denn der ungebetene Gast lernt rasch dazu.

Als Marderschreck taugen laute Geräusche und andere Störungen. Stereo- und Blitzlichtanlagen sollen den Tieren das Quartier verleiden. Leise, aber durchaus auch wirksam agiert der Marderschreck mit Ultraschall. Empfehlenswert ist ein Gerät mit wechselnden Ultraschall-Frequenzen. So entsteht kein Gewöhnungseffekt.

Vertreibung mit Geruch

Auch starke, fremde Gerüche sind ein wirksamer Marderschreck. Im Handel ist Anti-Marder-Spray erhältlich. Sie können Hausmittel wie stark riechendes Ammoniakpulver verstreuen, duftende WC-Steine auslegen – oder einen Hund in das Revier pinkeln lassen. Auch hier gewöhnt sich das Tier mit der Zeit an den Geruch. Abwechslung ist Trumpf.

Fallen und Gift gegen Marder

Der Einsatz von Lebendfallen und Gift ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Zum Teil wird ein Sachkundenachweis gefordert. Beim Einsatz von Gift ist außerdem zu beachten, dass der Marder sein Essen versteckt. Unter Umständen landet der vergiftete Köder dann dort, wo ihn auch andere Tiere oder Kinder erreichen können.

Es bleibt anzumerken: Der Marder ist ein schlaues Tier. Ihn zu vertreiben ist tatsächlich nicht einfach und in der Aufzuchtzeit (März bis Juli) sogar verboten. Und ist die Vergrämung tatsächlich gelungen, wartet schon der nächste Marder darauf, das freie Revier einzunehmen. Er folgt einfach der Duftspur seines Vorgängers.

Nach der erfolgreichen Vertreibung

Deshalb müssen nach der Vertreibung alle Schlupflöcher verschlossen werden. Vorher besser nicht, sonst sperren Sie das Tier im Haus ein. Wirksamer Tipp zum Aufspüren von Zugangswegen: Verstreuen Sie Mehl auf dem Boden. Dann können Sie die Spuren der Tiere nachverfolgen.

Das alles klingt für Sie nach zu viel Aufwand? Effektive Abwehr verspricht der Profi.

Marderabwehr durch den Kammerjäger


Der Kammerjäger steht im Gegensatz zu seiner Kundschaft nicht zum ersten Mal einem Marder gegenüber. Er hat im Idealfall Erfahrung mit dem Vergrämen der Allesfresser und kennt die besten Marderschutz-Geräte. Ein guter Kammerjäger dokumentiert zunächst direkte Schäden und Hinweise und bespricht dann mit Ihnen das weitere Vorgehen samt Kostenvoranschlag.

Dabei geht es darum, dem Tier sein Zuhause unter Ihrem Dach möglichst unbequem zu machen. Der Experte wird sich ebenfalls der bekannten Mittel bedienen: Unangenehme Gerüche und Geräusche, Ultraschall, Fallen. Allerdings kombiniert er die Maßnahmen virtuoser als der Laie.

Nach der Vergrämung dichtet der Experte Eingänge und Schlupflöcher ab, beseitigt die Hinterlassenschaften und desinfiziert das Areal. Manche Handwerker bieten im Komplettpaket sogar die Reparatur der durch Marder entstandenen Schäden am Haus mit an. Am Auto muss dies natürlich ein Mechaniker übernehmen.

Das kostet eine professionelle Marderabwehr

Wie viel eine professionelle Marderabwehr kostet, ist von Einzelfall zu Einzelfall bzw. von Objekt zu Objekt unterschiedlich. Der Zeitaufwand beträgt in jedem Fall mehr als eine, eher zwei Wochen. Auf Preise von mindestens 250 Euro müssen Sie sich definitiv einstellen.

Übrigens: In manchen Gegenden übernehmen Förster oder Jäger kostenfrei die Aussiedlung. Fragen Sie bei den zuständigen Behörden nach.

Studieren geht bei Mardern über probieren


Einen Marder ohne professionelle Hilfe aus seinem gemütlichen Nest unter Ihrem Dach zu vertreiben ist nicht unmöglich. Aber schwierig ist es schon. Besser ist, Sie holen sich schnell professionelle Hilfe, ehe der putzige Störenfried Dämmung und Co. komplett zu Nistmaterial umgewidmet hat und Sie sich auch noch mit unangenehmen Gerüchen und Ungeziefer herumschlagen müssen.

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