Marder vertreiben – so werden Sie den kleinen Räuber wieder los

Rumpelt es bei Ihnen in der Nacht unterm Dach? Dann kann ein Marderbefall des Dachbodens die Ursache sein. So possierlich die Tierchen sein mögen, sie richten im Haus oder im Motorraum schnell Schäden an. Im folgenden Beitrag erhalten Sie Tipps, wie Sie den Marder loswerden, welche Hausmittel helfen und wann ein Profi für die Mardervergrämung vonnöten ist.

Wie erkenne ich einen Marderbefall?


Steinmarder und Baummarder zählen zu den sogenannten "Echten Mardern". Sie sind keine Nager, sondern hundeartige Raubtiere. Sie sind mit Ottern, Dachsen und Iltissen verwandt. Als Kulturfolger des Menschen siedelt sich lediglich der Steinmarder gerne auf dem Dachboden, in Schuppen, Scheunen oder Garagen an. Besonders beliebt ist auch der Motorraum des Autos, wo er in Kabel und Schläuche beißt und große Schäden anrichten kann. So erkennen Sie einen Marderbefall:

  • Ein eindeutiges Indiz ist Marderkot. Marder nutzen, ähnlich wie Katzen, einen festen Toilettenplatz. Der Kot ist acht bis zehn Zentimeter lang, ein bis zwei Zentimeter dick und wurstartig geformt. Sie erkennen Marderkot auch an seinem unangenehmen Geruch. Oft finden sich in den Exkrementen Reste der letzten Mahlzeit, etwa unverdaute Tierhaare.
  • Auch der Urin und Beutereste, wie Knochen oder Federn, verbreiten einen sehr unangenehmen Geruch.
  • Sie entdecken Kratzspuren an Bäumen, Balken oder Regenrinnen.
  • Sie vernehmen laute Geräusche vom Dachboden, wenn die nachtaktiven Tiere umhertollen.
  • Keinen Zweifel gibt es, wenn Sie Marderschäden am Auto feststellen, wie zum Beispiel durchgebissene Zündkabel, Brems-, Hydraulik- und Benzinleitungen.
  • Beschädigungen im Haus, zum Beispiel an der Dachisolation oder der Elektrik.
  • Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, installieren Sie eine Wildkamera auf dem Dachboden, um die Eindringlinge bei Ihrem nächtlichen Tun zu filmen.
  • Wenn Sie um das Haus geharkte Sandflächen anlegen, können Sie darin die Spuren der Wildtiere erkennen.

Marder aus dem Haus vertreiben – so geht‘s!


Im Internet kursieren zahlreiche Hausmittel, mit denen Sie angeblich die ungebetenen Gäste vertreiben können. Zu den bekanntesten zählen:

  • laute Musik und andere laute Geräusche
  • menschlicher Urin im Revier
  • Urin oder Fell von Hunden im Lebensraum
  • Anti-Marder-Sprays
  • WC-Steine
  • Ultraschallgeräte
  • gemahlener Pfeffer
  • Teebaumöl

Fachleute zweifeln allerdings die Wirksamkeit solcher Maßnahmen an. Denn Marder sind sehr anpassungsfähig und arrangieren sich mit kleinen Störungen schnell. Deshalb sollten Sie sich besser professionelle Hilfe holen, um den ungebetenen Untermieter wieder loszuwerden.

Wichtig: Auf keinen Fall dürfen Sie selbst ohne Sachkunde den Marder fangen, vergiften oder mit einem Schlageisen töten.

Wer hilft mir bei der Mardervertreibung im Haus?


Steinmarder unterliegen dem Jagdrecht. Deshalb braucht man zum Töten oder Fangen einen entsprechenden Jagdschein oder Fallenschein. In zahlreichen Städten gibt es einen extra dafür bestellten Stadtjäger. Dieser Jäger ist zur Jagd im befriedeten Bereich berechtigt und übernimmt das Aufstellen der Fallen.

Marderbekämpfung vom Kammerjäger

In vielen Bundesländern können auch Menschen ohne Jagdschein in einem Kurs den Sachkundenachweis zum Aufstellen von Fallen erwerben. Daher haben mittlerweile viele Schädlingsbekämpfer eine spezielle Mardereinheit, die auf das Fangen oder Vergrämen der Tiere spezialisiert ist und aus Jägern und anderen geprüften Fachleuten besteht. Sie stellen die Fallen professionell auf, holen Genehmigungen für die Jagd im befriedeten Gebiet ein und verbringen den Gefangenen an einen weit entlegenen Ort.

Vergrämung statt Vertreibung

Allerdings ist das Einfangen und das Entfernen der kleinen Raubtiere nicht immer eine gute Lösung. Ein neuer Marder besiedelt schnell das freie Revier, wenn Sie das Haus nicht vorher marderfest gemacht haben. Ein Schädlingsbekämpfer wird Ihnen daher in vielen Fällen vorschlagen, den Eindringling mit speziellen Mitteln zu vergrämen und alle Eingänge, durch die der Marder ins Haus gelangen könnte, verschließen. Da Marder sehr gute Kletterer sind, sollte zudem an den Regenrinnen ein mechanischer Marderschutz angebracht werden.

Wieso sollte ich einen Schädlingsbekämpfer für die Mardervergrämung engagieren?


Der Schädlingsbekämpfer inspiziert zunächst das Revier, ortet Ein- und Ausgänge und bauliche Schwachstellen. Anschließend bringt der Schädlingsbekämpfer Repellentien ein. Dabei handelt es sich um bestimmte Gerüche, die zwar unschädlich für das Tier sind, aber ihm nicht behagen. Diese Duftstoffe sind sehr viel wirksamer als alle Hausmittel und vertreiben den tierischen Hausbesetzer effektiv. Die Mittel können von außen durchs Dach geschossen oder direkt auf dem Fußboden verteilt werden. Anschließend werden alle Einschlupflöcher an Dach und Haus verstopft, sodass kein anderer Marder das Revier mehr besiedeln kann. In vielen Fällen wird Sie der Schädlingsbekämpfer auch bei der Beseitigung der Marderschäden unterstützen.

Gut zu wissen: Wenn die Steinmarder Junge haben und Sie nicht sicher sind, ob diese noch auf dem Dachboden sind, dürfen Sie die Eltern nicht aussperren, da die jungen Steinmarder sonst verhungern würden.

Marder im Auto loswerden – so geht's


Marder im Auto sind besonders lästig, denn die kleinen Räuber richten einen großen Schaden an. 2017 wurden den Kfz-Versicherern 214.000 Schäden gemeldet. Besonders häufig kommt es im Sommer zu Marderschäden. Der Grund: In dieser Jahreszeit sind die Raubtiere auf Freiersfüßen. Riechen Sie dann die Markierung eines Rivalen an "ihrem" Fahrzeug, verfallen sie in einen regelrechten Beißrausch. Schnell ist dann der gesamte Motorraum verwüstet, Bremsleitungen und Kühlerschläuche durchgebissen oder auch das Zündkabel ruiniert. Nach einem Marderbefall am Auto sollten Sie daher eine gründliche Motorwäsche durchführen und eine Kfz-Werkstatt zur Inspektion der Schäden aufsuchen.

Gegen Marderbefall am Auto

Auch am Auto sollen Hausmittel wie WC-Stein, Hundehaare und ein mit Urin getränkter Lappen den Marder vergrämen. Ein mit Diesel getränkter Lappen, Ultraschall-Geräte und spezielle Mardersprays sorgen dafür, dass der Eindringling Ihr Auto meidet. Da die Tiere nachtaktiv sind und das Licht scheuen, kann es von Vorteil sein, das Auto nachts unter einer Straßenlaterne zu parken. Im Handel sind zudem Elektroschockgeräte zur Marderabwehr am Auto erhältlich. Diese sind ähnlich konstruiert wie ein Weidezaungerät und versetzen dem Tier bei Berührung einen elektrischen Schlag. Hilft dies alles nichts, können Sie in Ihrer Werkstatt einen Mantel um die Kabel legen lassen, damit diese nicht mehr durchgebissen werden können.

Tipp: Da die kleinen Allesfresser nur ungern über Gitter und Draht laufen, hat sich auch ein Mardergitter unter dem Motorraum bewährt.

Marderabwehr im Haus – das kann der Schädlingsbekämpfer für Sie tun


Egal, ob Sie den Marder gerade los sind oder einem Befall frühzeitig vorbeugen möchten: Der Schädlingsbekämpfer berät Sie und steht Ihnen mit Rat zur Tat zur Seite. Er zeigt Ihnen bauliche Schwachstellen am Dach und restlichen Haus auf und gibt Ihnen Tipps, welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um einen Marderbefall zu vermeiden. Zur Marderabwehr zählen neben dem Verschließen von möglichen Ein- und Ausgängen das Anbringen von speziellen Gittern an den Fallrohren.

Fazit: Mardervergrämung und Marderabwehr gehören in die Hände von Profis


Hat der Steinmarder Ihr Haus, Ihren Garten oder Ihr Auto erst einmal zu seinem Revier auserkoren, ist es nicht ganz einfach, ihn wieder loszuwerden. Viele Hausmittel sind nur bedingt wirksam. Lebendfallen dürfen nur von sachkundigen Personen aufgestellt werden und das Töten der Tiere ist verboten.

Wenn Sie sich an einen unserer Notprofi-Schädlingsbekämpfer wenden, können Sie sicher sein, schnell und kompetent Hilfe zu bekommen. Der Kammerjäger wird die ungebetenen Gäste vertreiben und Ihr Eigentum vom erneuten Befall durch andere Marder schützen. Zu Ihrer Sicherheit sind alle unsere Partner auf Herz und Nieren geprüft und werden regelmäßig kontrolliert. Verlieren Sie bei einem Marderbefall keine Zeit und finden Sie bei Notprofi einen Schädlingsbekämpfer auch in Ihrer Nähe!