Marder fangen – Was Sie dürfen, wie es geht

Haben Sie einen Marder im Haus? So possierlich die Tiere auch sind – als Mitbewohner wollen Sie sie trotzdem nicht haben, richten sie doch Schäden an Haus und Fahrzeug an. Dürfen Sie als Hausbesitzer zur Selbsthilfe greifen und den Marder mit der Lebendfalle fangen? Nicht einfach so, denn die Tiere unterliegen dem Jagdgesetz. Zum Fangen brauchen Sie eine entsprechende Lizenz. Der folgende Beitrag erklärt die Gesetzeslage dazu und beantwortet die Frage, wie Sie vielleicht doch noch den Marder aus Ihrem Haus vertreiben.

Warum überhaupt auf Marderjagd gehen?


Einmal im Haus oder im Auto, richten Marder große Schäden an. Sie können die Isolation des Hauses zerfressen. Kot und Urin setzen nicht nur unangenehme Gerüche frei, sondern richten ebenfalls Schäden an der Bausubstanz an. Außerdem sind die Tiere nachtaktiv und sorgen mit dem von ihnen produzierten Lärm für manch schlaflose Nacht. Am Auto beißen sie die Kabel und Leitungen durch oder machen es sich im Motorraum gemütlich. Zudem können Marder, wie auch Füchse, Tollwut übertragen.

Marderfalle aufstellen – ist das erlaubt?


Lebendfallen können Sie ganz legal im Internet erwerben. Doch da Baummarder und Steinmarder unter das Jagdgesetz fallen, brauchen Sie für das Aufstellen einer Marderfalle je nach Bundesland einen Jagd- und/oder einen Fallenschein. Sie können unter Umständen als Nichtjagdscheininhaber einen Sachkundenachweis zum Fallenstellen in befriedeten Bezirken erwerben. Auch dies haben die Bundesländer nicht einheitlich geregelt. Meistens müssen Sie sich zudem eine Genehmigung für das Aufstellen der Fallen holen oder die Installation der Marderfalle zumindest zur Anzeige bringen.

Achtung: Schonzeiten beachten!

Zudem dürfen Marder nur zu bestimmten Zeiten überhaupt bejagt werden. In den meisten Bundesländern dürfen Steinmarder von Mitte Oktober bis Ende Februar gejagt werden. In Mecklenburg-Vorpommern darf der Steinmarder ganzjährig gejagt werden. Baummarder haben in Thüringen, Brandenburg, Berlin und Hamburg das ganze Jahr Schonzeit. Das Fangen von Mardern ohne ausreichende Sachkunde ist ein Verstoß gegen das Jagdrecht und Tierschutzgesetz. Es drohen empfindliche Bußen, sogar eine Freiheitsstrafe ist möglich! Erster Ansprechpartner sollte daher ein fachkundiger Jäger sein. Auch viele Schädlingsbekämpfer verfügen über Personal mit Jagd- und/oder Fallenschein und dürfen somit Fallen aufstellen.

Fangen und aussetzen – nicht immer der beste Weg


Doch nicht immer ist das Fangen und Aussetzen wirklich effektiv. Denn selbst, wenn Sie den Marder viele Kilometer wegfahren und aussetzen, kann es sein, dass Sie schnell wieder im Haus oder am Auto Marderbefall feststellen. Das liegt zum einen daran, dass das Tier in sein ursprüngliches Revier zurückkehren möchte.

Zum anderen ziehen einfach benachbarte Marderfamilien in das leerstehende Territorium ein. Deshalb ist es oftmals effektiver, den Eindringling zu vergrämen und das Haus so abzusichern, dass kein weiterer Marder eindringen kann. Auch hier ist der Kammerjäger der Fachmann der Wahl, der Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht.

Die Tücken der Fallenjagd - Marderfallen richtig aufstellen


Zur Jagd auf den Marder sind grundsätzlich Lebendfallen und Totschlagfallen geeignet. Ob Totschlagfallen erlaubt sind, ist im jeweiligen Jagdgesetz der Bundesländer geregelt. Lebendfallen gibt es als Kastenfallen oder Gitterfallen. Auch hier gelten in einzelnen Bundesländern unterschiedliche Regelungen: Mancherorts muss die Falle geprüft und/oder registriert sein.

Bei Schlagfallen müssen Sie zudem die Falle so sichern, dass von ihr keine Gefahr ausgeht. Um zu verhindern, dass Sie andere Tiere, zum Beispiel Katzen, mit der Schlagfalle töten, müssen Sie sie in Fangkisten oder Bunkern unterbringen. Hierbei ist unbedingt die Hinzuziehung eines Fachmanns erforderlich. Beachten Sie zudem, dass das Töten nicht überall oder nur mit Genehmigung erlaubt ist! Ohne Sachkunde dürfen Sie kein Wirbeltier töten.

Die Falle sollten Sie in der Nähe der Laufwege des kleinen Raubtiers aufstellen und mit einem Köder versehen. Wenn Sie eine Drahtfalle nutzen, müssen Sie den Boden zusätzlich mit Teppich auskleiden, da Marder nicht gerne über Gitter laufen und Ihnen somit nicht in die Falle gehen.

Wie finde ich den richtigen Köder für die Marderfalle?


Ursprünglich sind Marder Raubtiere, die sich von Ratten, Kaninchen und verschiedenen Wieselarten ernähren. Zum Leidwesen der Landwirte stehen die tierischen Gourmets auch auf Huhn. Mehr und mehr entwickeln sie sich zu Allesfressern. Neben Ei und Fisch finden sie als echte Schleckermäuler ein Stück Banane und Nüsse lecker. Als beste Köder haben sich bewährt:

  • Rohes Ei
  • Trockenobst
  • Nüsse
  • Fisch
  • Katzenfutter

Erfahrene Marderjäger legen zusätzlich eine Spur mit Lockmitteln oder dem Köder über den Dachboden zur Falle, damit der Marder auf die vermeintliche leichte Beute aufmerksam wird. Wenn die Falle gestellt ist, sollten Sie sie mehrmals täglich kontrollieren.

Gefangener Marder – und jetzt?


Ist Ihnen der Marder in die Falle gegangen, stellt sich die Frage, wie Sie ihn wieder loswerden. Zum einen wird das kleine Raubtier sich nach Kräften wehren und in der Lebendfalle wie ein Berserker herumtoben. Deshalb ziehen Sie unbedingt Handschuhe an, wenn Sie die Marder-Lebendfalle mit dem gefangenen Tier vom Dachboden holen wollen.

Sie dürfen das Tier nicht einfach töten, wenn Sie nicht über die ausreichende Sachkunde verfügen. Wenn Sie das Tier aussetzen möchten, müssen Sie mindestens 60 Kilometer weit fahren, um zu verhindern, dass der ungebetene Gast wiederkommt.

Aber Achtung: Auch hier gibt es gesetzliche Regelungen, die Sie beachten müssen! So dürfen Sie das Wildtier nicht ohne Benachrichtigung in einem fremden Revier aussetzen. Erfahrene Jäger entlassen die Gefangenen nicht in der Nähe von Siedlungen und möglichst nachts, da es sich um nachtaktive Tiere handelt. Auch hier ist es also klüger, auf die Kompetenz eines Jägers oder Kammerjägers zu vertrauen.

Vertreiben statt fangen!


In vielen Fällen wird Ihnen ein erfahrener Schädlingsbekämpfer eher dazu raten, den Marder zu vertreiben. Dazu stehen dem Kammerjäger spezielle Mittel zur Verfügung, die wirksamer sind als die Hausmittel, die oft nur wenig Wirkung zeigen. Außerdem wird der Schädlingsbekämpfer nach erfolgter Vergrämung zur weiteren Marderabwehr alle möglichen Zugänge zum Dachboden verschließen, sodass Sie keine Angst vor anderen Mardern haben müssen. So werden Sie die lästigen Untermieter nachhaltig los.

Wichtig: Der Einsatz von Gift ist verboten!

Fazit: Marderjagd gehört in die Hände eines Fachmanns


Wenn Sie einen Marder im eigenen Garten oder auf dem Dachboden haben, sollten Sie die Hilfe eines Profis hinzuziehen. Die gesetzlichen Regelungen zum Installieren einer Marderfalle sind komplex und von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Der Schädlingsbekämpfer verfügt über die erforderliche Sachkenntnis, hat passende Marderfallen und Vergrämungsmittel an der Hand. Vertrauen Sie den geprüften Fachleuten von Notprofi.de: Nur geprüfte Schädlingsbekämpfer werden in das Verzeichnis der Notprofis aufgenommen. Regelmäßige Qualitätskontrollen und eine transparente Preisgestaltung sorgen dafür, dass Sie die beste Leistung zum besten Preis erhalten. Zögern Sie bei Marderbefall nicht und wenden Sie sich an einen Schädlingsbekämpfer von Notprofi.de!