Kanalsanierung – Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Kanalsanierung: hohe Kosten, Schmutz und Baulärm – ein Graus für jeden Hausbesitzer. Beschädigte Abwasserkanäle sind wahrlich kein Zuckerschlecken. Gesetzlich aber sind Sie als Eigentümer verpflichtet, Ihre Abwasserkanäle in Schuss zu halten.

Sind einmal Beschädigungen aufgedeckt, handeln Sie besser umgehend. Denn wenn sich die Risse ausweiten, dringt schlimmstenfalls Abwasser ins Grundwasser und Sie müssen sich wegen Umweltverschmutzung verantworten.

Kosten und Nutzen der offenen Bauweise und der Inliner-Sanierung im Überblick


Wer zeitnah handelt, kann außerdem Geld sparen. Kleinere Beschädigungen sind oftmals in geschlossener Sanierung reparierbar, der Bagger bleibt still. Warum die Inliner-Sanierung eigentlich immer der offenen Bauweise vorzuziehen ist, mit wie viel Kosten pro Meter Leitung Sie rechnen müssen und wer am Ende zahlt – nicht immer ist es der Eigentümer – erklärt dieser Beitrag.

Wann muss ein Kanal saniert werden?


Wer wohnt, produziert unweigerlich Abwasser, etwa beim Wäschewaschen oder Duschen. Das verbrauchte Wasser fließt über die Abwasserleitung zum Entsorger. Fast jedes Haus verfügt über ein solches Entwässerungssystem.

Die robusten, unter der Erde verlegten Rohrleitungen sind relativ wenig anfällig gegenüber Beschädigungen. Dennoch treten über die Jahre und Jahrzehnte unweigerlich kleinere Schäden auf. Rost und Wurzeleinwuchs erweitern diese mit der Zeit, Ratten werden angelockt. Schmutziges Wasser dringt ins umliegende Erdreich, Strafzahlungen wegen Umweltverschmutzung drohen. Es bilden sich Hohlräume, die Straße oder das darüberliegende Gebäude werden instabil. Im schlimmsten Fall droht Rohrbruch. Irgendwann ist der komplette Austausch der undichten Rohre die einzig verbliebene Möglichkeit.

Kompletterneuerung und offene Bauweise aber sind die teuersten Varianten der Rohrsanierung. Vermeiden Sie das besser. Handeln Sie zeitnah und beauftragen Sie einen Experten, der die kostengünstigste und effektivste Methode für Ihren ganz speziellen Kanal kennt – denn tatsächlich ist keine Leitung wie die andere.

Kanalsanierung: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen


Wie teuer und aufwendig eine Sanierung für Sie wird, hängt vor allem davon ab, ob der Bagger zum Einsatz kommen muss. Dazu bedarf es zunächst einer umfassenden Analyse der Schäden. Lassen Sie die in jedem Fall von Experten vornehmen und sich ein Angebot mit Kostenvoranschlag machen.

Unterteilt werden die möglichen Maßnahmen in Reparatur, Renovierung und Erneuerung. Unterschieden wird auch zwischen der grabenlosen bzw. geschlossenen und der offenen Bauweise.

Deutlich günstiger: Geschlossene Kanalsanierung

Kleine Undichtigkeiten und Risse kann der Fachmann beseitigen, ohne mit dem Bagger anrücken zu müssen. Etabliert haben sich vier Methoden, die alle zu den geschlossenen Verfahren zählen und unter die Stichwörter Reparatur/Renovierung fallen. Der Zugang erfolgt mittels einer Leitung im Haus.

  1. Inlinersanierung: Einführen eines Schlauchs mit abdichtendem Kunstharz; gängigste Form der Abdichtung
  2. 2-Komponenten-Flutung: Silikatflüssigkeit härtet im Rohr aus; geeignet bei verzweigten Systemen
  3. Roboterverfahren: Abdichtung und Rohrreinigung per Roboter; nur bei passendem Rohrdurchmesser
  4. Lining-Verfahren: Abdichtung von innen mit Glasfasermatten; nicht flächendeckend möglich

Auch das Verlegen einer neuen Abwasserleitung ist unter Umständen technisch in einem geschlossenen Verfahren machbar. Es wäre die günstigere Variante. Fragen Sie in diesem Fall den Fachmann nach Lösungsmöglichkeiten.

Laut und dreckig: Offene Bauweise

Sind die Abwasserrohre komplett defekt und müssen großflächig ausgetauscht werden, ist der Aushub einer Baugrube auf dem Grundstück, schlimmstenfalls auf der Straße unabwendbar. Dann rücken Rohrleitungstiefbauer an und graben entweder die alten Rohre aus und ersetzen sie oder bauen gleich eine neue Trasse.

Und wie teuer wird es nun? - Kosten für die Kanalsanierung

Genaue Angaben zum Preis sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Die ausschlaggebenden sind:

  • Länge und Durchmesser der Rohre
  • Zugänglichkeit der Rohre
  • Ist vorher eine Rohrreinigung nötig?
  • Ausmaß der Schäden
  • gewählte Technik für Reparatur, Renovierung oder Erneuerung - Inliner ist am günstigsten

Grundsätzlich sollten Sie bei geschlossener Sanierung eine Summe zwischen 2.000 und 4.000 Euro erwarten. Rechenbar sind auch 150 bis 250 Euro pro Rohrleitungsmeter in geschlossenen Verfahren.

Generell ist die offene immer teurer als die geschlossene Kanalsanierung. Hier spielen sowohl die Bodenbeschaffenheit (Sand baggert sich leichter als beispielsweise steiniges Erdreich), als auch Tiefe und Länge des aufzugrabenden Abschnitts und die Zugänglichkeit eine Rolle. Zusätzlich zu den Sanierungskosten pro Rohrleitungsmeter schlagen im Mittel 60 bis 90 Euro pro Baggereinsatz-Stunde zu Buche sowie etwa 4 bis 10 Euro pro Quadratmeter Bodenaushub.

Ein Bagger schafft einen halben bis einen Quadratmeter pro Stunde. Unvorhergesehene Ereignisse wie Wassereinbrüche und große Steine können das Aufgraben aber erheblich erschweren – und damit teurer werden lassen.

Bezahlt immer der Grundstückseigentümer die Kanalsanierung?


Wie auch immer Ihr Kanal saniert wird: Der zu zahlende Betrag wird sich in der Regel als vierstellig erweisen. Nicht immer sind Sie als Hauseigentümer in der Pflicht. Werfen Sie einen Blick in ihre Gebäudeversicherung: Oftmals ist ein Abschnitt über Kanalsanierung enthalten und Sie können Ihre Versicherung in Anspruch nehmen.

Dazu ist allerdings meist ein detaillierter Nachweis der Schäden nötig, beispielsweise mit Fotos oder Videos, die vom Fachmann bei der Inspektion angefertigt werden. Eine einfache Dichtheitsprüfung ist nicht ausreichend. Fragen Sie dazu Ihren Versicherungsvertreter.


Übrigens: Wenn Ihr Haus in einem Wasserschutzgebiet liegt, könnten Sie unter Umständen dazu verpflichtet sein, regelmäßig Dichtheitsprüfungen durchführen zu lassen. Auch hier helfen Entsorger, Stadt oder Kommune mit Informationen weiter.

Kanalsanierung – Es geht günstiger


Sind Schäden im Kanal einmal da, müssen Sie beseitigt werden. Daran führt kein Weg vorbei. Gehen Sie es also direkt an, dabei aber kein Risiko ein: Lassen Sie sich immer vor Baubeginn ein Angebot machen und vergleichen Sie mehrere Unternehmen. Keine Zeit oder keine Lust dazu? Auch dafür gibt es eine Lösung.

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