Kanalsanierung: alle Infos zu Verfahren, Zuständigkeiten & Co.

Eine Kanalsanierung kann notwendig sein, wenn schwerwiegende Probleme am Abwasserkanal festgestellt worden sind. Was das genau heißt und wer für die Sanierung zuständig ist? Wir verraten es Ihnen!

Hier erfahren Sie alles Wichtige rund um das Thema Kanalsanierung: gängige Verfahren, Zuständigkeiten und Kosten.

Wann muss ein Kanal saniert werden?


Ein einwandfreier Zustand des Kanals muss zu jeder Zeit gegeben sein. Denn über den Abwasserkanal muss das Abwasser, das aus den dazugehörigen Objekten stammt, reibungslos abfließen können.

Ist die Abwasserleitung nicht mehr in einem einwandfreien Zustand, kann dies dazu führen, dass Abwasser aus den Kanaldeckeln austritt oder im schlimmsten Fall sogar bis ins Grundwasser durchsickert.

Abwasserrohr gebrochen
Wurzeleinwuchs in Kanalrohr

Schäden am Abwasserkanal: Was sind die Ursachen?

Die drei Hauptursachen für Schäden am Abwasserkanal sind:

  • Rattenbefall
  • Wurzeleinwüchse
  • Korrosionen

Diese Ursachen können zu Schäden in Form von Rissen in den Außenwänden und Verstopfungen führen.

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Sollten Sie feststellen, dass über Ihren Schacht das Abwasser nicht mehr reibungslos abfließen kann oder dass die Abwasserleitung gar undicht ist, ist schnelles Handeln gefragt – und ein Profi, der Sie dabei fachgerecht betreut. Diesen finden Sie einfach, schnell und sicher über Notprofi.

Im Video: Ablauf und Dauer der Kanalsanierung schnell erklärt!

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Kanalinspektion: So läuft sie ab!

Für die Inspektion wird meist eine TV-Kanaluntersuchung durchgeführt. Diese ermöglicht die Einsicht in Haupt- und Seitenkanäle. Der Fachbetrieb erhält so hochauflösende Bilder vom betroffenen Schacht und damit vom aktuellen Ist-Zustand.

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Dichtheitsprüfung: So läuft sie ab!

Bei der Dichtheitsprüfung wird das Abflussrohr auf Dichtheit geprüft. Also darauf, ob Ihre Abwasserrohre unbeschadet sind und somit sichergestellt ist, dass kein Abwasser austreten und ins Grundwasser sickern kann.

Wenn Sie als Grundstückseigentümer innerhalb eines Wasserschutzgebietes wohnen, sind Sie sogar in regelmäßigen Abständen zu solch einer Prüfung verpflichtet. Wann eine Prüfung dieser Art durchgeführt werden muss, ist unter anderem in der Satzung Ihrer Kommune geregelt.

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Einteilung in Schadensklassen

Eventuell vorhandene Schäden werden im Anschluss in verschiedene Schadensklassen eingeteilt:

  • Schadensklasse A = Kurzzeitige Sanierung
  • Schadensklasse B = Sanierung innerhalb der nächsten 10 Jahre
  • Schadensklasse C = geringfügige Schäden, die nicht akut beseitigt werden müssen

Welche Verfahren gibt es bei der Kanalsanierung?


Wenn bei der Kanalinspektion festgestellt wurde, dass Sie Ihren Kanal sanieren müssen, gibt es zwei grundlegend verschiedene Kanalsanierungsverfahren, die zur Verfügung stehen:

Zum einen die offene Sanierung, bei der das Erdreich mittels Bagger ausgehoben werden muss, um die Leitung freizulegen; zum anderen die grabenlose Kanalsanierung, bei der ausschließlich ein Loch an entsprechender Stelle gebohrt wird, um dort alle Instrumente und Werkzeuge zur Beseitigung des Schadens einführen zu können.

Grundsätzlich kommt die offene Instandsetzung nur in Frage, wenn die grabenlose Sanierung keinen Erfolg hat – also nur bei einer kompletten Erneuerung des Kanals.

Bei der grabenlosen Kanalsanierung erfolgen vor allem Reparaturen, die ein Ausheben des Abwasserrohrs nicht notwendig machen.

Kanalsanierung offen

Grabenlose Kanalsanierung: 4 Verfahren im Überblick!

Für die grabenlose Kanalsanierung gibt es insgesamt vier gängige Verfahren, die bei einer Kanalsanierung zur Auswahl stehen.

Bei jeder der nachfolgenden Verfahren muss genau wie bei der oben genannten Funktionsprüfung vorab eine Rohrreinigung erfolgen, um eine ordentliche Renovierung gewährleisten zu können.

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2-Komponenten-Flutungsverfaren

Das 2-Komponenten-Flutungsverfahren kommt immer dann zur Anwendung, wenn es sich um Rohrleitungen mit vielen Verzweigungen handelt.

Hierzu wird das Rohr bzw. die betroffenen Rohre mit einer speziellen Silikatflüssigkeit beschichtet. Mittels einer zweiten flüssigen Komponente härtet diese Flüssigkeit zu Gel.

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Roboterverfahren

Beim Roboterverfahren übernimmt ein Roboter alle Instandsetzungsarbeiten in der Abwasserleitung. Der Roboter kann unter anderem Ablagerungen und Wurzeleinwüchse an den Außenwänden abfräsen.

Der Nachteil dieses Verfahrens: Die Abwasserleitung muss groß genug für den Roboter sein.

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Inliner / Kurzliner

Beim Inliner-Verfahren wird ein in Harz getränkter Schlauch auf die Länge des Schachtes zugeschnitten und mittels Kamera an die Schadstelle geführt. Per Druckluft wird der Schlauch ausgedehnt. Das Harz verbindet sich mit den Außenwänden des Rohres und härtet aus.

Das Kurzliner-Verfahren eignet sich ausschließlich für kleinere Reparaturen, sprich, wenn nur kleine Abschnitte im Kanal undicht sind. Ansonsten kommt das Inliner-Verfahren zum Einsatz.

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Lining

Das Lining-Verfahren wird genutzt, wenn es sich um einzelne und kleine Sanierungsmaßnahmen handelt. Hierfür wird an der entsprechenden Stelle eine mit Harz bedeckte Glasfasermatte ausgelegt, die im Anschluss vom sogenannten Packer an die Außenwand gepresst wird.

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Die Vorteile der grabenlosen Kanalsanierung

Die grabenlose Renovierung hat im Gegensatz zum offenen Verfahren zahlreiche Vorteile:

  • Erhaltung des alten Rohres
  • Objektstatik wird nicht verändert
  • kostengünstig (überschaubare Kosten)
  • Inspektion & Dichtheitsprüfung möglich
  • kein Lärm & Staub
  • von Versicherungsträgern empfohlen

Wer ist für die Kanalsanierung zuständig?


Wer für die Kanalsanierung zuständig ist, ist jeweils in der Satzung der Kommunen festgelegt. Im Klartext: Es gibt dazu leider keine einheitlichen Regelungen. Je nach Kommune muss der Eigentümer bzw. Hausbesitzer beispielsweise die Sanierungskosten für die Wegstrecke der Rohre vom Objekt bis hin zum Anschluss an das öffentliche Kanalnetz übernehmen.

Handelt es sich um eine Reparatur innerhalb des Privatgrundes, ist der Eigentümer der Immobilie voll und ganz sowohl für die Sanierung verantwortlich – und trägt damit auch die entstehenden Kosten.

Wer führt die Kanalsanierung durch?


Die Sanierung eines Kanals darf nur von einem Fachbetrieb und dessen geschultem Personal vorgenommen werden. Denn nur dieser ist unter anderem dazu befugt, Dichtheitsprüfungen, Inspektionen oder Instandsetzungsarbeiten vorzunehmen.

Sie sind sich unsicher, wie Sie den richtigen Fachbetrieb finden? Ganz einfach: Mit Notprofi finden Sie auch in Ihrer Nähe Dienstleister, die Rohr- und Kanalsanierungen durchführen können – und das nicht nur mit hoher Fachkompetenz, sondern auch zu fairen, marktüblichen Preisen.

Verlegung Kanalrohr

Was kostet eine Kanalsanierung?


Die Kosten für eine Sanierung von Kanälen lassen sich nicht eindeutig bestimmen und können je nach Aufwand (Schaden, Länge des Schachtes) unterschiedlich hoch sein. Müssen beispielsweise Rohre freigelegt werden, weil eine grabenlose Untersuchung der Kanäle nicht möglich ist, kann es teuer werden.

Sie können jedoch grob überschlagen mit Kosten zwischen 2.500€-4.000€ rechnen.

Fazit: Rechtzeitige Sanierung spart unnötige Kosten!

  • Als privater Grundbesitzer sind Sie für alle Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten an Ihrem Abwassersystem und Ihrem Kanal verantwortlich, solange diese nicht das öffentliche Abwassernetz betreffen.
  • Wann Sie möglicherweise doch für Renovierungsarbeiten am öffentlichen Netz in die Pflicht genommen werden, können Sie in der Satzung Ihrer Kommune erfahren.
  • Ist Ihre Abwasserleitung so stark beschädigt, dass sie saniert werden muss, sollten sie nicht zu lange warten, bis Sie hierfür Fachpersonal beauftragen. Denn sickert Abwasser im schlimmsten Fall bis ins Grundwasser vor, kann dies sogar ein Bußgeld zur Folge haben.
  • Zögern Sie in so einem Fall nicht und nutzen Sie den einfachen Service von Notprofi, um auch in Ihrer Nähe den richtigen Fachbetrieb zur Kanalsanierung zu finden. Im Notfall erreichen Sie uns 24 Stunden, 7 Tage die Woche, sodass unser Partner aus Ihrer Region schnell reagieren und sich Ihres Problems annehmen kann.

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