Die Bettwanze – Alles rund um einen Bettwanzenbefall

Die Bettwanze ist beileibe kein ausgestorbenes Tier auf dieser Welt. Gerade in unserer modernen Zeit, in der wir viel reisen und neue Länder entdecken, bringen wir gern einmal eine Bettwanze als Souvenir aus dem Urlaub mit. Seit Jahren gibt es immer mehr Meldungen über Bettwanzenbefall, wie Schädlingsbekämpfer anhand der steigenden Zahl der Anfragen zur Bettwanzenbekämpfung feststellen.

Haben Sie den kleinen Parasiten erst einmal in der Wohnung, sollten Sie schnell handeln und die Bettwanze bekämpfen. Wie Sie erkennen, ob Sie Opfer von Bettwanzen sind, wie Sie die Blutsauger bekämpfen können und wie Sie einem Befall vorbeugen können, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Die Bettwanze - kleiner Blutsauger in der Matratze


Die Bettwanze wird häufig auch als Hauswanze bezeichnet. Ihr wissenschaftlicher Name Cimex lectularius ist wesentlich wohlklingender als die umgangssprachliche Bezeichnung. Die unscheinbaren, aber lästigen Insekten sind nachtaktiv und lieben die Wärme.

Herkunft von Bettwanzen

Woher die Parasiten ursprünglich stammen, weiß man nicht so genau. Es wird vermutet, dass sie im Mittleren Osten oder Asien beheimatet sind. Bettwanzen suchten schnell die menschliche Nähe, denn bei uns war es viel gemütlicher und wärmer als in den Fledermaushöhlen, in denen sie wahrscheinlich ursprünglich gelebt haben. Warum Fledermäuse? Bettwanzen ernähren sich von Blut, vorzugsweise natürlich von unserem Lebenssaft. Über die Nistplätze der Fledermäuse gelangten sie daran.

Doch auch die Wanze entwickelte sich weiter, und sucht die Nahrung nun auf direktem Weg: in unseren Betten! Wir selbst erkennen die Tierchen meist nicht, und bemerken sie erst, wenn wir Hautrötungen haben und es juckt. Das liegt daran, dass die Bettwanzen in ihrer Ursprungsform unglaublich klein sind. Nur zwischen 3,3 Millimeter und 5,5 Millimeter sind sie lang und dabei platt wie eine Flunder, durchscheinend wie Papier.

Ursachen für den Bettwanzenbefall


Das Wichtigste zuerst: Bettwanzen bekommen Sie nicht wegen mangelnder Hygiene. Die kleinen Biester fühlen sich auch in reinlichen, sogar sterilen Wohnungen pudelwohl. Das ist also definitiv nicht die Ursache, warum Sie Bettwanzen bekommen können. Vielmehr liegen die Ursachen für den Befall in unserer modernen Zivilisation.

Wir reisen gern und der weltweite Handel mit Produkten, vor allem auch gebrauchten Gegenständen wie Vintage-Möbeln und Kleidung, boomt. Die kleine Wanze reist gern mit. Als Ei, als Larve oder als ausgewachsenes Tier versteckt sie sich im Koffer, in der Kleidung oder in den bestellten Möbeln.

Wie verbreiten sich Bettwanzen?

Bettwanzen können nicht fliegen, und dennoch haben sie sich über die ganze Welt ausgebreitet. Sie leben in der Stadt genauso gern wie auf dem Land, suchen die Nähe zu Tieren im Stall oder Taubenschlägen bei den Städtern auf dem Dach. In der freien Natur findet man sie in Nestern von Vögeln oder in Brutstätten von Säugetieren. Überall, wo es schön dunkel und warm ist, fühlen sie sich wie Zuhause.

Nachts werden sie aktiv und suchen nach Blut. Sie können ziemlich schnell krabbeln und kaum haben sie sich vollgesogen, sind sie auch schon wieder in ihrem Versteck. Doch wie kommen die nachtaktiven Parasiten überhaupt in unsere Wohnungen? Die schlauen Insekten ernähren sich nicht nur von uns, sondern nutzen auch unsere Möbel, unser Gepäck und unsere Kleidung, auf der sie kostenlos mitreisen. Es gibt also zwei Hauptursachen für den Befall mit Hauswanzen: Hotels und Herbergen und Antiquitäten und gebrauchte Möbel.

Hotels und Herbergen

Hotels, Herbergen und Pensionen sind stark bevölkerte Orte, die perfekt für den Vormarsch der Wanzen sind. Der Mensch ist viel unterwegs und trägt dabei häufig eine kleine Larve oder ein Ei des Parasiten von einem Ort zum anderen als blinden Passagier mit. So bilden die Herbergen einen Knotenpunkt für die Verbreitung von Haus zu Haus.

Möbel und Antiquitäten

Doch nicht nur in unserem Bett fühlen sich die Hauswanzen wohl. Beliebte Verstecke sind auch Polstermöbel, gebrauchte Möbel und Antiquitäten, die wir oft von weit her importieren. Polster sind besonders beliebt und die kleinen Insekten verstecken sich wohl auch in den Sitzen in Flugzeugen, Bahnen und Bussen. Sie brauchen keine ruhigen Plätze, sie brauchen nur zwei Sachen: eine Transportmöglichkeit und den Menschen, dessen Blut sie wollen.

Übertragen die Bettwanzen Krankheiten?


Sie fragen sich sicherlich, ob die Bettwanze für den Menschen gefährlich ist. Überträgt der kleine Parasit Krankheiten und wenn ja, welche? Wir können Sie diesbezüglich beruhigen. Auch wenn die Bettwanze Blut saugt und daher rein theoretisch prädestiniert für die Übertragung von Krankheiten ist, ist die Wahrscheinlichkeit äußerst gering. Es gibt laut eines Ratgebers vom Umweltbundesamt keinerlei Anzeichen darauf, dass es zu Krankheitsausbrüchen aufgrund der Bettwanze gekommen ist.

Krankheitserreger in Bettwanzen?

Es konnte bisher auch noch keine Erregerübertragung in der freien Natur nachgewiesen werden. Widerlegt wurde dies einzig durch Untersuchungsergebnisse der Universität Pennsylvania im Jahr 2014, die durchaus in seltenen Fällen die Übertragung eines Krankheitserregers feststellten. Hier müssen Sie sich aber im ersten Schritt nicht unnötig viele Sorgen machen, handelte es sich hierbei doch um sehr spezielle Erreger. Stiche von Bettwanzen jucken lediglich stark und bei empfindlichen Menschen können leichte allergische Reaktionen auftreten.

Wie Sie Bettwanzen erkennen


Woran erkennt man denn, ob man Bettwanzen in der Wohnung oder im Haus hat? Da sich die Wanzen meist in ihren Verstecken aufhalten und auch noch sehr klein sind, können Sie lebende Bettwanzen meist nicht mit dem bloßen Auge erkennen.

Ob es einen Befall gibt, spürt man eher am Körper als durch die Untersuchung der Matratze. Da die Bettwanze menschliches Blut bevorzugt, kommt es zu Bissen. Diese lösen starken Juckreiz auf der Haut aus und sind als kleine rote Quaddeln zu sehen. Typisch sind mehrere Bisse nebeneinander.

Die Bisse treten oft auch erst mehrere Wochen nach der Einschleppung des Schädlings auf, wenn die Weibchen schon viele Eier gelegt haben und die Tiere sich massenhaft vermehrt haben. Dann kann man auch die Hinterlassenschaften gut erkennen. Kleine schwarze Punkte können der Kot der Parasiten sein. Außerdem findet man oft auch die Haut der Tiere, die sie im Wachstumsprozess abstoßen.

Wo findet man Bettwanzen am häufigsten?

Bettwanzen findet man übrigens nicht nur im Bett, sondern sie haben eine Vielzahl von Verstecken, in die sich verkriechen, um nachts hervorzukommen und uns auszusaugen. Typische Verstecke der kleinen Unholde sind:

  • Betten und Matratzen
  • Polstermöbel
  • Ritzen und Spalten von Möbeln
  • Gardinen und Jalousien
  • Wäschekörbe
  • Kleidung
  • Koffer
  • Teppichränder
  • Decken
  • Steckdosen
  • Elektrogeräte
  • Uhren
  • Bilder
  • Bücher
  • Plüschtiere
  • Fußbodenleisten

Wie kann man Bettwanzen bekämpfen?


Haben Sie festgestellt, dass die ungewollten Gäste bei Ihnen eingezogen sind, wollen Sie diese natürlich so schnell wie möglich wieder loswerden. Doch die Bekämpfung ist oft ein langwieriger Prozess. Vor allem, wenn Sie zu Hausmitteln greifen, um die Bettwanzen loszuwerden, ist es eher unwahrscheinlich, dass die Methoden zum Erfolg führen.

Gemeinhin helfen Insektizide oder eine hohe Temperatur. Daher werden oft Dampfreiniger empfohlen, wenn die Wohnung von Bettwanzen befallen ist. Welches Mittel Sie auch verwenden, allein werden Sie es nur im seltensten Fall schaffen, gegen die Plage vorzugehen. Rufen Sie am besten einen Kammerjäger: Der Profi hilft nachhaltig und mit den geeigneten Methoden der Schädlingsbekämpfung.

Was kostet der Kammerjäger?


Die Kosten für einen Kammerjäger variieren je nach Art, eingesetztem Mittel und der Anzahl der Behandlungen. Im Schnitt können Sie von etwa 150 Euro pro Behandlungstermin einplanen.

Bei Notprofi profitieren Sie dabei von der Notprofi-Preis- und Geld-zurück-Garantie. Unsere Partner werden von uns stetig hinsichtlich Qualität und Kosten geprüft, sodass Sie in jedem Fall auf einen professionellen Schädlingsbekämpfer setzen können, der sich um ihre kleinen Mitbewohner kümmert.

Übrigens können Bettwanzen längere Zeit hungern. Sie breiten sich erst spät in andere Räume aus, wenn Sie wirklich gar keine Nahrung mehr finden. Deswegen können auch unbewohnte Zimmer befallen sein. Je eher Sie den Befall erkennen und einen Profi zur Bekämpfung holen, desto einfacher und schneller wird man die Wanze wieder los.

Vorbeugung - Wie können Sie sich vor der Bettwanze schützen?


Sicher fragen Sie sich nun, nachdem Sie so viel über die Bettwanzen gelesen haben, wie man diesen Schädlingen vorbeugen kann. Da die Tiere mit uns Menschen reisen und sich gut verstecken, ist dies schwer möglich. Doch einige Vorsichtsmaßnahmen kann man ergreifen. Auf Reisen ist es von Vorteil, wenn Sie das Hotelzimmer gut absuchen und einen möglichen Bettwanzen-Befall sofort melden. Ihren Koffer öffnen Sie möglichst nicht in Bettnähe, sondern deponieren ihn am besten auf einem Tisch. Auch gepolsterte Kofferablagen sind häufig Verstecke der Bettwanze.

Auch zu Hause können Sie einiges tun. Waschen Sie Ihren Matratzenbezug regelmäßig. Waschen Sie gebrauchte Kleidung sofort nach dem Kauf und packen Sie sie einige Stunden bei minus 18 Grad Celsius in den Gefrierschrank. So werden Sie auch Bettwanzen in gebrauchten Büchern oder Bildern los.

Machen Sie dem Blutsauger den Garaus

Bettwanzen sind nicht nur lästig, sondern lösen durch die Bisse auch Juckreiz aus, es bilden sich unschöne Quaddeln auf der Haut oder kommt gar zu allergischen Reaktionen. Kein Wunder, dass man die ungebetenen Gäste schnell wieder loswerden will. Man kann es mit Hausmitteln probieren, viel staubsaugen, den Dampfreiniger benutzen, doppelseitiges Klebeband an den Bettbeinen, um die Tiere daran zu hindern, hochzuklettern - all dies wird höchstwahrscheinlich nicht zu einer dauerhaften Lösung des Wanzenproblem führen. Damit nicht mehr und mehr der Cimex lectularius bei Ihnen schlüpfen, sollten Sie einen Schädlingsbekämpfer mit der Bekämpfung beauftragen. Notprofi.de hilft Ihnen bei der Suche!