Bettwanzenbisse – Bettwanzenstiche erkennen und behandeln

Kleine Rötungen auf der Haut, die oft nebeneinander liegen und jucken, können ein Hinweis auf Bettwanzenbisse sein. Die kleinen Parasiten beißen einen Wirt, um an dessen Blut zu kommen. Die Stiche sehen nicht nur unschön aus, inzwischen ist auch bekannt, dass Bettwanzen Krankheiten übertragen und allergische Reaktionen auslösen können. Umso wichtiger ist es, Bettwanzenbisse schnell zu erkennen und gegen den Befall vorzugehen.

Bettwanzenbisse erkennen – Symptome und Hinweise


Sie bemerken auf Ihrer Haut immer wieder kleine Rötungen, die sogar mit einem Juckreiz einhergehen und nahe beieinander liegen? Die Möglichkeit, dass es sich hierbei um Bettwanzenbisse handelt, ist durchaus vorhanden.

Die Bissspuren können am ganzen Körper auftreten, sind oft jedoch vor allem an unbedeckten Körperstellen zu finden. Es handelt sich um kleine Quaddeln oder auch Beulen. Fahren Sie mit der flachen Hand über Ihre Haut, können Sie die Erhebungen merken. Der Stich einer Bettwanze kann zudem einen unangenehmen Juckreiz auslösen. Es gibt auch Menschen, die gar nicht auf die Stiche reagieren. Andere Betroffene hingegen entwickeln sogar allergische Reaktionen, bei denen sich die Rötungen ausbreiten und es zu großflächigen Entzündungen kommt.

Bettwanze auf Haut

Typisch für Bettwanzen: die Wanzenstraße


Bettwanzenstraße

Gut erkennen können Sie Bettwanzenbisse an der sogenannten Wanzenstraße. Die Bisse liegen meist sehr dicht nebeneinander. Die Wanze beißt ihren Wirt mehrfach, da sie sich auf die Suche nach einem Blutgefäß macht. Hat sie dieses gefunden, nimmt sie daraus Blut auf.

Haben Sie auffällige Stellen an mehreren Körperteilen, ist ein Bettwanzenbefall wahrscheinlich. Allerdings treten die körperlichen Reaktionen teilweise auch erst Tage nach dem Biss auf. Dadurch ist es schwer zu lokalisieren, wo der Befall vorliegen kann.

Wichtig: Oft wird davon gesprochen, dass es sich um Bettwanzenstiche handelt. Bettwanzen stechen jedoch nicht, sie beißen ihren Wirt. Umgangssprachlich wird oft jedoch noch immer darauf hingewiesen, wie Sie Bettwanzenstiche erkennen und behandeln können.

Wo ist der Unterschied zwischen einem Bettwanzen- und einem Flohbiss?


Rötungen und Schwellungen am Körper müssen nicht von Bettwanzenstichen stammen. Andere Parasiten rufen ähnliche Reaktionen hervor, wie der Floh. Unterschiede zwischen den Bissen sind jedoch erkennbar.

BettwanzenbisseFlohbisse
Wanzenbisse können zu blutigen Stellen am Körper führen. Flohbisse weisen lediglich Rötungen auf.
Wanzenbisse machen sich oft nicht am nächsten Morgen, sondern meist erst mehrere Tage oder auch gar nicht bemerkbar. Ein Flohbiss bringt direkt einen starken Juckreiz mit sich.
Bettwanzenbisse treten an Körperregionen auf, die Sie in der Nacht nicht bedecken, wie den Armen, Beinen oder an Hals und Gesicht, da die Wanze weniger unter die Kleidung geht. Flohbisse sind auch an den Körperstellen zu finden, die bedeckt waren.

Tipp: Häufig erinnern die Bisse der Tiere an Stiche von anderen Insekten, wie Mücken. Bemerken Sie jedoch mehrere Stellen in einer Reihe oder in direkter Nähe zueinander, sollten Sie davon ausgehen, Opfer von einer Wanzenform geworden zu sein.

Bettwanzenbisse behandeln – das hilft an den betroffenen Stellen


Abhängig davon, wie stark Sie auf Bettwanzenstiche reagieren, ist ein Besuch beim Arzt empfehlenswert. Dieser kann noch einmal bestätigen, dass es sich um Bissspuren der Parasiten handelt, und ein linderndes Mittel verschreiben.

Wichtig: Nicht kratzen!

Möchten Sie selbst betroffene Stellen behandeln, können Sie sich in der Apotheke beraten lassen. Achten Sie darauf, möglichst wenig zu kratzen, da sich sonst die Wahrscheinlichkeit für Entzündungen erhöht. Ist der Juckreiz zu stark, können Sie kaltes Wasser über die betroffenen Regionen laufen lassen. Eine weitere Möglichkeit, sich selbst vom Jucken abzuhalten, sind Pflaster. Es ist zwar mit etwas Aufwand verbunden, die Bisse abzukleben oder auch mit einer Mullbinde zu umwickeln, Sie werden so jedoch davon abgehalten, zu kratzen.

kratzen

Cremes und Gele, die den Juckreiz lindern, helfen bei der Heilung. Eine Empfehlung ist der Einsatz von Aloe Vera. Reine Aloe-Vera-Creme oder auch Gel bringen einen kühlenden Effekt mit, reduzieren den Juckreiz und unterstützen die Haut bei der Regeneration.

Wichtig: Zeigen sich allergische Reaktionen, kann es helfen, zu Antihistaminen zu greifen. Lassen Sie sich jedoch auch hier unbedingt von Ihrem Arzt beraten. Sorgen Sie in dem Zusammenhang auch dafür, den Befall schnellstmöglich zu bekämpfen. Dafür sollten Sie einen Schädlingsbekämpfer aus Ihrer Region beauftragen, der innerhalb kürzester Zeit die Bettwanzen beseitigt.

Sind Bettwanzenbisse gefährlich? – Übertragung von Krankheiten durch Wanzen


Lange wurde davon ausgegangen, dass die kleinen Plagegeister für den Mensch lediglich lästig sind. Die Gefahr einer Krankheitsübertragung stand nicht im Raum. Allerdings wurde dies 2014 in einer Untersuchung durch Experten der Universität Pennsylvania widerlegt. Hier wurde festgestellt, dass Bettwanzen durchaus Krankheitserreger übertragen können.

Bettwanzenbisse Krankheiten

Auffällig war die Übertragung der Trypanosoma cruzi in seltenen Fällen. Diese können die sogenannte Chagas-Krankheit auslösen, die das Herz schädigen und im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Die Gefahr ist in erster Linie in Ländern wie Lateinamerika groß. Da Bettwanzen jedoch häufig aus dem Urlaub mitgebracht werden, sollten Sie bei einem Befallbefund dennoch schnell reagieren, um das Risiko einer Erkrankung zu reduzieren.

Stellen Sie fest, dass Sie Bettwanzenbisse haben, ist nicht nur eine Behandlung der Stiche selbst wichtig. Bei starkem Befall sollte dessen Beseitigung schnellstmöglich angegangen werden. Die Parasiten sind sehr robust und die Entsorgung der Matratze reicht oft nicht aus. Besser helfen kann Ihnen ein professioneller Schädlingsbekämpfer.

Bettwanzenbefall erkennen – die Plage in den Griff bekommen


Ein Bettwanzenbefall ist ärgerlich und bringt viel Aufwand mit sich. Dafür muss er jedoch erst einmal erkannt werden. Es gibt einige Anzeichen, die Ihnen dabei helfen festzustellen, ob ein Bettwanzenbefall vorliegt. Dazu gehören neben den Bettwanzenbissen:

  • lebende Wanzen auf Bettwäsche und Bettlaken
  • Kotspuren in Form von kleinen schwarzen Punkten auf der Bettwäsche oder der Matratze
  • Nymphenhäute in Bettritzen
  • Blutspuren, die sich von Ihren Bissspuren an der Bettwäsche befinden
  • süßlicher Geruch im befallenen Raum

Fazit: Bei Bettwanzenbissen ist eine schnelle Reaktion erforderlich


Juckende Rötungen und Schwellungen, die wie eine Straße am Körper verlaufen, können auf einen Befall mit Bettwanzen hindeuten. Eine Behandlung der betroffenen Bereiche kann dabei helfen, die Heilung zu unterstützen und zu verhindern, dass Entzündungen entstehen. Gerade bei allergischen Reaktionen ist es jedoch wichtig, dass Sie einen Arzt aufsuchen.

Neben der Behandlung der Bettwanzenbisse auf dem Körper, ist es besonders wichtig, dass der Befall mit den Parasiten in Angriff genommen wird. Bettwanzen aus betroffenen Bereichen zu entfernen, ist schwierig. Unterstützung erhalten Sie durch Experten aus Ihrer Region: Kontaktieren und beauftragen Sie einen Kammerjäger, der mit geeigneten Methoden gezielt gegen den Bettwanzenbefall vorgeht.

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