Bettwanzenbefall – So bekämpfen Sie die Parasiten

Sie ist eines der unbeliebtesten Mitbringsel aus dem Urlaub: Cimex lectularius, die Bettwanze. Ungesehen gelangt sie mit dem Gepäck ins heimische Schlafzimmer und entwickelt sich zu einer wahren Plage.

Aber was tun, wenn alle Vorsichtsmaßnahmen nicht geholfen haben und die kleinen Insekten sich im eigenen Bett eingenistet haben? Mit ein paar Tricks kann man ihnen zwar zu Leibe rücken. Aber wer auf Nummer sicher gehen will, wendet sich an einen Profi. Denn nur ein Kammerjäger hat das Wissen und die Ausrüstung, um die Bettwanze wirkungsvoll zu bekämpfen.

Daran erkennen Sie Bettwanzen


Das kleine Tier selbst ist mit 5mm zwar gut zu erkennen, versteckt sich aber meist zu gut, um gefunden zu werden. Aber es gibt typische Anzeichen für einen Bettwanzenbefall: Rote, juckende Quaddeln und andere allergische Reaktionen auf der Haut, Kotspuren und kleine Flecken aus Blut im Bett. Spätestens die sogenannte „Wanzenstraße“, eine Reihe mehrerer Quaddeln auf der Haut, ist ein sehr gutes Indiz.

Am liebsten halten die Schädlinge sich in der Nähe vom Bett auf oder verstecken sich in der Matratze, doch können sie sich letztendlich überall in der Wohnung ausbreiten.

Allerdings reagieren nicht alle Menschen auf die Bisse, und viele Anzeichen werden leicht übersehen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die Anwesenheit der Bettwanze sicher identifizieren können.

Was sind die Ursachen für einen Wanzenbefall?


Bettwanzen sind kein Zeichen mangelnder Hygiene. Tatsächlich werden sie meist unbewusst aus dem Urlaub mit dem Reisegepäck eingeschleppt oder lauern in Möbeln und Kleidung vom Flohmarkt. Finden sie in ihrem neuen Zuhause dann gute Bedingungen vor, verbreiten sie sich rasend schnell.

Wie können Sie Bettwanzen selbst bekämpfen?


Ist die Bettwanze identifiziert, müssen Sie direkt handeln. Sind es nur sehr wenige, besteht eine geringe Chance, dass Sie dies ohne die Hilfe eines Kammerjägers erreichen können. Allerdings kostet das Ganze viel Zeit und Energie und führt dennoch nur selten zum Erfolg. Denn für Laien ist es beinahe unmöglich, wirklich jede Bettwanze und jedes Ei zu vernichten. Übersehen Sie auch nur wenige Eier, war alle Arbeit umsonst.

Bettwanzen selbst loswerden

Ist eine Bettwanze gefunden, ist schnelles Handeln gefragt. Finden Sie mit Wanzenfallen heraus, wie stark der Befall in der Wohnung fortgeschritten ist. Räumen sie anschließend alle betroffenen Zimmer gründlich auf. Tragen Sie dabei keine möglicherweise befallenen Gegenstände in (noch) unbefallene Zimmer, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Waschen Sie sämtliche Wäschestücke, Gardinen und nach Möglichkeit Teppiche so heiß wie möglich. Erhitzen Sie nicht waschbare Gegenstände wie Bücher oder frieren Sie sie mehrere Tage ein.

Alle betroffenen Räume müssen gründlich geputzt werden. Wichtig ist, dass Sie wirklich jede Ecke gründlich reinigen, also auch Möbel verschieben, und jede Ritze auf Wanzenspuren untersuchen. Bettwanzen können gut klettern und nutzen jede Möglichkeit, um sich zu verstecken. Ihre Eier sind zudem noch deutlich schwieriger zu finden als die ausgewachsenen Tiere.

Prüfen Sie durch frische Wanzenfallen, ob Ihre Maßnahmen erfolgreich waren. Falls Sie die Wanzen nicht losgeworden sind, brauchen Sie professionelle Hilfe.

Hausmittel funktionieren nicht


Vertrauen Sie dabei nicht auf Hausmittel. Diese helfen nicht und machen es oft sogar noch schlimmer. Ein gutgemeinter Tipp kann sogar Schaden anrichten, wenn er nicht hilft und Sie nur Zeit und Geld kostet. Allenfalls können diese Mittel als begleitende Maßnahme dienen.

Insektizide

Durch die zunehmende Resistenz der Bettwanzen gegen Gifte reichen selbst teure Sprays aus der Drogerie nicht aus. Allerdings sind diese durchaus gesundheitsschädlich für Menschen und sollten deshalb nicht im Bett oder auf der Matratze eingesetzt werden.

Ätherische Öle und Gewürze

Öle und Gewürze töten keine einzige Bettwanze. Allenfalls weichen die Schädlinge in andere Zimmer aus, das Problem verlagert sich also nur.

Wanzenfallen

Fallen sind nur geeignet, den Parasiten nachzuweisen, nicht für die Bekämpfung der Bettwanzen. Auch der Einsatz von doppelseitigem Klebeband ist kein gutes Mittel gegen die Schädlinge.

Hitze und Kälte

Hohe Temperaturen und Minusgrade töten die Bettwanze. Allerdings ist dies höchstens auf einzelne Gegenstände anzuwenden, nicht aber auf Möbel oder komplette Zimmer. Wenn Sie Kälte wählen, müssen die Gegenstände wenigstens 72 Stunden lang bei -18° eingefroren sein.

Staubsauger

Ein Staubsauger kann die Sache noch schlimmer machen, wenn er keinen Feinstaubfilter besitzt. Denn dann werden Wanzen und Eier in den ganzen Raum geblasen, statt im Filterbeutel gefangen zu sein. Ist ein Filter vorhanden und wird der Beutel nach dem Saugen sofort in einem dicht verschlossenen Plastikbeutel entsorgt, ist der Staubsauger ein gutes Hilfsmittel für die oberflächliche Beseitigung der Bettwanzen.

Bettwanzenbekämpfung – So gehen Schädlingsbekämpfer vor


Schädlingsbekämpfern stehen zwei Verfahren zur Verfügung, um Bettwanzen zu bekämpfen: Eine Wärmebehandlung und chemische Mittel. Es können auch beide Methoden kombiniert werden.

Die chemische Bekämpfung

Bei der chemischen Lösung werden alle befallenen Zimmer freigeräumt, also auch Möbel von den Wänden abgerückt. Das Gift wird in jedes mögliche Versteck eingebracht, um sicherzustellen, dass jede Wanze getötet wird.

Wenn Sie oder Personen in Ihrem Haushalt empfindlich auf Chemikalien reagieren, sprechen Sie dies rechtzeitig mit dem Fachmann durch. Mitunter müssen Sie für einige Zeit eine andere Unterkunft für sich finden, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden.

Die Wärmebehandlung

Bei der Wärmebehandlung werden die befallenen Räume auf circa 55 Grad erhitzt. Da Wanzen bei etwa 45 Grad sterben, werden sie auf diese Weise ohne Chemie getötet. Allerdings ist dieses Verfahren nicht zu 100% sicher, da die Parasiten leichter entkommen und sich später wieder ausbreiten können. Auch müssen die speziellen Öfen wegen der erhöhten Brandgefahr ständig im Blick behalten werden.

Am sichersten ist eine Kombination beider Methoden. Dennoch sind Bettwanzen sehr hartnäckige Schädlinge, so dass auch professionelle Schädlingsbekämpfer mitunter drei- oder viermal eine Wohnung behandeln müssen, um sie endgültig loszuwerden.

Gute Vorbereitung für einen reibungslosen Ablauf

Bereiten Sie den Besuch eines Schädlingsbekämpfers vor. Besitzen Sie zum Beispiel ein Aquarium, muss dieses vorerst woanders aufgestellt werden. Denn die Fische reagieren sowohl sehr empfindlich auf Gift, welches über die Luft ins Wasser gerät, als auch auf Hitze, welche das Wasser stark aufheizt. Gleiches gilt für andere Haustiere, die unter der Behandlung leiden würden.

Besprechen Sie schon während der Terminabsprache mit dem Fachmann, wie Sie sich und Ihre Wohnung am besten vorbereiten und worauf Sie achten müssen.

Das kostet die Bekämpfung durch den Profi


Eine Behandlung mit Chemie durch den Fachmann ist nicht nur am wirkungsvollsten, sondern auch am günstigsten.

Je nach Größe der Wohnung bewegen sich die Kosten bei 200 – 400€. Aber auch Stärke des Befalls und Zugänglichkeit der Wohnung spielen eine Rolle.

Die Wärmebehandlung kann deutlich teurer werden, insbesondere wenn sie ohne Unterstützung durch Chemie eingesetzt wird. Die speziellen Öfen verbrauchen große Mengen Strom und müssen eine gewisse Zeit durchgängig laufen, um alle Wanzen zu töten. Auch hier spielt die Größe der Wohnung eine wichtige Rolle.

So können Sie einem erneuten Befall vorbeugen


Sind sie erst einmal da, ist es sehr schwer, Bettwanzen wieder loszuwerden. Besser ist es deshalb zu verhindern, dass sie überhaupt in die eigene Wohnung gelangen.

Wann müssen Sie besonders vorsichtig sein?

Vorsicht geboten ist immer, wenn Sie im Urlaub Insektenstiche an Ihrem Körper finden, die Bettwanzenbisse sein könnten. Woran Sie solche Bisse erkennen?

Es scheint sich um Bettwanzenbisse zu handeln? Informieren Sie das Personal, damit dieses der Sache nachgehen und andere Gäste schützen kann.

Allerdings dauert es durchaus einige Tage, ehe die Bissspuren sich als rötliche Quaddeln ausbilden. Der Kontakt zu den Schädlingen muss also nicht zwingend dort stattgefunden haben, wo Sie die Bisse bemerken, das sollten Sie berücksichtigen.

Die Rückkehr aus dem Urlaub

Prüfen Sie vor der Abreise Ihr Gepäck genau darauf, ob Sie Spuren der Parasiten finden. Aber selbst, wenn alles harmlos scheint, bringen Sie Ihr Reisegepäck zuhause nicht direkt ins Schlafzimmer. Stellen Sie es stattdessen in die Badewanne. Sind einige Wanzen darin, fällt es ihnen schwer aus der Wanne heraus zu gelangen. Waschen Sie alle Kleidungsstücke sofort so heiß wie möglich, um jede Bettwanze abzutöten.

Fazit: Lassen Sie den Profi ran


Wenn Sie Bettwanzen in Ihrer Wohnung finden, verschwenden Sie keine Zeit. Wirkungsvoll bekämpfen kann sie nur ein Fachmann für Schädlingsbekämpfung. Angeblich hohe Kosten sollten Sie nicht davon abhalten, sich an Profis zu wenden. Wer es erst auf eigene Faust versucht, sorgt mitunter dafür, dass die Wanzen sich weiter ausbreiten und der Einsatz von Profis dadurch aufwendiger und teurer wird.

Finden Sie die Wanzen bei sich zuhause, wenden Sie sich deshalb am besten gleich an einen Fachmann. Mit Notprofi finden Sie schnell und einfach den passenden Schädlingsbekämpfer aus Ihrer Umgebung – und müssen sich dank Preis- und Geld-zurück-Garantie auch keine Sorgen um zu hohe Kosten machen.