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Welches Türschloss ist sicher?

Was Sie zu diesem Thema wissen müssen.

Autorenavatar

 

Bei etwa jedem zweiten Einbruchsversuch in Mehrfamilienhäusern hat es der Täter auf die Wohnungstür abgesehen. In vielen Fällen wird das Türschloss selbst, das ja eigentlich der Sicherung dienen soll, Ziel der Attacke. Wohnungseigentümer und -mieter fragen sich daher zu Recht, welches Türschloss sicher ist. Wir geben einen Überblick und erläutern die wichtigsten Sicherungsmaßnahmen.

 

Welches Türschloss ist sicher? - Der Zeitfaktor

Welches Türschloss ist sicher

Fakt ist: Jedes Türschloss lässt sich unbefugt öffnen - die richtigen Hilfsmittel und genügend Zeit vorausgesetzt. Ob ein Türschloss sicher ist, hängt daher vor allem vom nötigen Aufwand ab. Die meisten Einbrecher lassen nach wenigen Minuten von der Wohnungstür ab, weil dann die Gefahr zu groß wird entdeckt zu werden.

So lange sollte das Türschloss dem Angriff also standhalten. Eine Kombination mehrerer Sicherungssysteme - etwa Zylinderschloss und Panzerriegel - kann schon allein deswegen sinnvoll sein, weil der Einbrecher beide Systeme knacken muss und dafür ein größerer zeitlicher Aufwand nötig ist. Außerdem ist es sinnvoll sich anzuschauen, wie ein Türschloss aufgebaut ist, um mögliche Schwachstellen zu vermeiden. 

 

Auf Zylinder mit Bohr- und Ziehschutz achten

Die meisten modernen Türschlösser verfügen über einen sogenannten Schließzylinder in Kombination mit einem Einsteckschloss, das seitlich im Türblatt montiert ist. Der Schließzylinder kann nur durch Einstecken des passenden Schlüssels gedreht werden.

Dabei öffnet oder schließt sich der Riegel, der das Schloss und damit die Tür versperrt. Ob das Türschloss sicher ist, hängt somit ganz entscheidend von der Widerstandsfähigkeit des Schließzylinders ab.

In der Regel versuchen Einbrecher, den Schließzylinder herauszudrehen oder zu brechen, ihn aufzubohren oder herauszudrehen. Um solchen Techniken standzuhalten, sollte der Zylinder über einen sogenannten Bohrschutz und einen Ziehschutz verfügen. Wichtig ist darüber hinaus, dass der Schließzylinder die passende Länge hat. Ragt er mehr als etwa 3 mm aus dem Schloss heraus, dann können Einbrecher ihn leicht mithilfe einer Zange abbrechen. Die richtige Länge des Zylinders hängt von der Dicke der Tür (inklusive Türbeschlag) ab.

Darüber hinaus sollte das Türschloss über einen Kopierschutz verfügen. Das bedeutet, dass sich der Schlüssel nur nachmachen lässt, wenn man eine entsprechende Sicherheitskarte vorweisen kann. Sicherheits-Türschlösser mit allen genannten Eigenschaften sind im Fachhandel erhältlich. Tipp: Achten Sie beim Kauf auf unabhängige Zertifizierungen, etwa nach DIN oder VdS.

In Privathaushalten noch wenig verbreitet sind elektronische Türschlösser. Sie enthalten in der Regel ebenfalls einen Schließzylinder, der aber nicht mit einem Schlüssel, sondern durch elektronische Signale geöffnet und geschlossen wird. Das kann beispielsweise eine Smartphone-App oder PIN-Code sein, der auf einem Zahlenfeld eingetippt wird. Als besonders sicher gelten elektronische Türschlösser, die mit biometrischen Daten arbeiten, etwa einem Fingerprint Türöffner oder einem Iris-Scanner.

 

 

Zusätzliche Sicherheitseinrichtungen für die Wohnungstür

Kein Schließzylinder kann absolute Sicherheit bieten. Durch zusätzliche Sicherungseinrichtungen lassen sich aber etwaige Sicherheitslücken oder Schwachstellen im System schließen. Falls Ihr Schließzylinder etwa keinen Ziehschutz hat, können Sie das Türschloss durch Sicherheitsbeschläge aufrüsten. Diese Beschläge verhindern das Herausziehen oder Abbrechen des Schließzylinders. Alternativ bieten sich Schutzrosetten an, in die der Zylinder eingebettet wird. Sicherheitsbeschläge und -rosetten lassen sich auch nachträglich auf ein bestehendes Schloss montieren.

Aufgebrochene Tür

Welches Türschloss sicher ist, hängt aber nicht nur vom Schließzylinder ab. Durch zusätzliche Schutzeinrichtungen können Sie Einbruchsversuchen im wörtlichen Sinn einen Riegel vorschieben. Häufig gehen die Tricks der Einbrecher soweit, dass siedie Tür scharnierseitig aushebeln. Eine Scharnierseitensicherung hilft, diese Sicherheitslücke zu schließen. Wirkungsvoll ist auch ein zusätzliches Panzerriegel-Schloss, das die Tür über die gesamte Breite schützt. Zusatzschlösser mit Sperrbügel haben den Vorteil, dass sich die Tür einen Spalt öffnen lässt, ohne dass der Besucher sofort ungehinderten Zutritt zur Wohnung erhält. Ob das Türschloss sicher ist, hängt aber auch von der fachgerechten Montage der Sicherungseinrichtungen ab. Alle Montagearbeiten sollten Sie daher ausgewiesenen Fachkräften überlassen.

 

Welches Türschloss ist nicht sicher?

Die Frage lässt sich auch umgekehrt stellen: Welches Türschloss ist nicht sicher? Hier ein Überblick über Türschlösser, die keinen ausreichenden Einbruchsschutz bieten:

  • Vorhängeschlösser taugen maximal zur Sicherung von Geräteschuppen oder Gartenhäuschen, wenn Sie darin keine Wertgegenstände aufbewahren. Ebenso wie ein einfaches Aufschraubschloss.
  • Buntbartschlösser werden heute praktisch nur noch in Innenräumen eingesetzt, in denen der Einbruchsschutz eine untergeordnete Rolle spielt.
  • Kaufen Sie keine Zylinderschlösser, auf denen Sicherheitsmerkmale wie ein Bohr- oder Ziehschutz nicht ausdrücklich ausgewiesen sind. Türschlösser ohne diese Eigenschaften können von Einbrechern mitunter in Sekundenschnelle geknackt werden.

 

Zu guter Letzt: Lässt sich die Wohnungstür durch kraftvollen Körpereinsatz aufbrechen, dann nützt auch das beste Sicherheitsschloss nichts! In diesem Fall empfiehlt es sich, die Tür selbst auszutauschen. Welches Türschloss sicher ist, stellt daher nur einen - wenn auch wichtigen - Einzelaspekt in Sachen Einbruchsschutz dar.