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Bewegungsmelder einstellen

So können Sie Ihren Bewegungsmelder optimal einrichten.

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Bewegungsmelder einstellen

 

Sicherlich sind Sie schon einmal an einem Bewegungsmelder vorbeigegangen, so dass dadurch ein Licht eingeschaltet, ein Alarm ausgelöst oder eine Tür automatisch geöffnet wurde.

Mit dieser Funktion ersetzen Bewegungsmelder klassische Schalter oder Knöpfe, die mit der Hand betätigt werden müssen. Voraussetzung ist allerdings ein korrekter Anschluss an das Stromnetz sowie die richtige Positionierung und Einstellung, damit der eingebaute Sensor jede Bewegung erfassen und das entsprechende Signal weiterleiten kann.

In diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen erklären, nach welchen unterschiedlichen Prinzipien ein Bewegungsmelder arbeitet sowie vor allem, wie er für seine Aufgaben exakt eingestellt werden muss.

 

Wie wird ein Bewegungsmelder richtig eingestellt?

Die richtige Einstellung für Bewegungsmelder hängt von mehreren Faktoren ab. Manche davon gelten für alle Geräte, andere hängen der Leistungsfähigkeit des gewählten Modells ab.

 

  • Die Höhe: Je höher der Bewegungsmelder angebracht wird, desto größer ist sein Erfassungsbereich um Bewegungen zu erkennen. Man kann ihn so einstellen, dass er die Bewegung nur im gewünschten bereicht erkennt. Beim einstellen des Bewegungsmelders sollte man beachten, dass er nicht höher als fünf Meter montiert wird, da bei den meisten Modulen dann die Empfindlichkeit stark abnimmt und eine korrekte Funktion kaum noch zu gewährleisten ist.
  • Die Position: Je nach Art der Sensoren sollten die Melder nicht in der Nähe von Laternen, Wärmequellen wie Heizungen, Klimaanlagen und direktem Sonnenlicht, sich bewegenden Dingen wie Bäumen oder Fahnen installiert werden, da diese die Sensoren fälschlicherweise beeinflussen und somit Fehlschaltungen auslösen können.
  • Der Erfassungsbereich (Winkelmaß): Ein wichtiges Kriterium ist der Erfassungsbereich. Für eine Außenlampe, die lediglich einen Hauseingang beleuchten soll, reicht ein Winkel von 90 Grad. Für ganze Außenwände oder eine Innenraumbeleuchtung empfiehlt sich ein Winkel von 180 Grad. Ist die Montage in einer Ecke möglich, können bei 240 Grad beispielsweise zwei Außenwände komplett erfasst werden.
  • Die Reichweite: Diese Einstellungsmöglichkeit hängt von den Fähigkeiten des Gerätes ab. Günstige Modelle verfügen meist nur über eine fest definierte Reichweite, hochwertigere bieten eine flexiblere Auswahl. Manche Bewegungsmelder, die dem Einbruchschutz dienen, arbeiten nachts automatisch empfindlicher und decken eine größere Reichweite ab.
  • Der Timer: Auch beim Timer gibt es erhebliche Unterschiede zwischen günstigen und hochwertigen Bewegungsmeldern. Während erstere über eine unveränderbare Einstellung verfügen, können bei letzteren sowohl die Dauer des Schaltkontaktes, als auch die Zeiträume der generellen Einsatzbereitschaft eingestellt werden. So lassen sich etwa die unterschiedlichen Tageslängen im Sommer und im Winter berücksichtigen.
  • Der Dimmer: Manche Bewegungsmelder verfügen über eine Dimmerfunktion für angeschlossene Lampen, so dass deren Helligkeit stufenlos eingestellt werden kann. Hierbei ist zu beachten, dass die Leuchtmittel ein Dimmen erlauben.


Wird der Bewegungsmelder für Alarmanlagen eingesetzt, sollte er einen Winkel von 180 bis 240 Grad abdecken und mit einem Unterkriechschutz versehen sein. Zudem ist hierbei für einen großen Erfassungsbereich eine möglichst hohe Positionierung anzustreben. Wenn Sie Hunde oder Katzen haben, die aber nicht jedesmal ein Signal auslösen sollen, sollte der Bewegungsmelder so angebracht werden, dass diese nicht erfasst werden. Außerdem gibt es spezielle Bewegungsmelder, die keine Tiere erfassen.

 

 

Mit welchen Sensoren ist ein Bewegungsmelder ausgestattet?

Bewegungsmelder mit PIR-Sensor〉 PIR-Sensoren

Die häufigste Variante sind Infrarotmelder, die mit einem PIR-Sensoren ausgestattet sind. PIR steht englisch für Pyroelectric Infrared Sensor oder deutsch für Pyroelektrischer Infrarot Sensor. Wegen seiner Arbeitsweise wird er manchmal auch als Passiver Infrarot Sensor bezeichnet. Er reagiert auf feine Änderungen der Umgebungstemperatur, zum Beispiel wenn ein Mensch daran vorbeiläuft und aktiviert ein Licht oder einen Alarm.

Das Wirkungsprinzip beruht auf der Tatsache, dass jeder Körper, dessen Temperatur höher als der absolute Nullpunkt von -273,5 °C liegt, eine elektromagnetische Strahlung abgibt. Beim Menschen liegt die Körpertemperatur im Infrarotbereich.

Betritt also ein Mensch den Erfassungsbereich eines pyroelektrischen Sensors, reagiert der Bewegungsmelder, indem er durch den Spannungssprung einen Impuls auslöst. Dieser Impuls schaltet dann eine Lampe ein oder löst einen Alarm aus. Zusätzlich ist meist noch ein Timer integriert. Dieser hält ein Licht so lange in Betrieb, wie der eingestellte Zeitraum es vorgibt, auch wenn keine Bewegung mehr stattfindet. 

 

〉 HF-Sensoren

Eine andere Variante sind die Radar- oder Hochfrequenzmelder (HF). Sie arbeiten mit elektromagnetischen Wellen und reagieren auf reflektierende Strahlungen. Sie lösen die gewünschte Aktivität deshalb nicht nur durch Wärmequellen, sondern auch durch andere Gegenstände aus, die in den Erfassungsbereich geraten, etwa, wenn ein Ball hindurch rollt. Der Vorteil dieser Art von Bewegungsmeldern ist, dass sie auch hinter Vorhängen, Wänden oder anderen Objekten montiert werden können.

 

〉 Ultraschall-Sensoren

Bei diesen Modellen handelt es sich um aktive Bewegungsmelder, die aus einem Sender und Empfänger bestehen. Der Sender schickt dabei permanent Ultraschall-Wellen an den Empfänger. Ändert sich der Soll-Ist-Vergleich, etwa indem ein Mensch - oder auch ein Tier - in den bestrahlten Bereich eintritt, ändern sich die Wellen und das Signal wird ausgelöst.

Da das Trägermedium der Ultraschall-Wellen die Luft ist, dürfen diese Bewegungsmelder nicht hinter Vorhängen, im Bereich von Lüftungen, über Heizungen, in der Nähe von leicht beweglichen Gegenständen wie Lampen oder im Bereich von starken Schallquellen angebracht werden.

 

Ultraschall-Sensor anbringen.

Worauf ist beim Kauf eines Bewegungsmelders zu achten?

Bevor Sie sich zum Kauf eines oder mehrerer Bewegungsmelder entscheiden, sollten Sie genau überlegen, für welche Zwecke sie eingesetzt werden sollen. Wenn Sie nur für kurze Zeit einen Hauseingang oder einen Kellerraum beleuchten wollen, reicht in der Regel ein einfaches Modell.

Für Alarmfunktionen und Einruchschutz sind hochwertigere Geräte zu empfehlen, die zudem perfekt mit Ihrer Alarmanlage zusammenarbeiten. Im Zweifelsfall greifen Sie auf einen kompetenten Fachbetrieb zurück, der Sie nicht nur ausführlich beraten kann, sondern auch die Montage und die Einstellungen übernimmt. Sind Sie ein geschickter Heimwerker, können Sie den Bewegungsmelder selbst anbringen.

 

 

Fazit

Die besten Bewegungsmelder sind eine sinnvolle Einrichtung, um Räume und Außenflächen für begrenzte Zeiträume zu beleuchten und dadurch nicht zuletzt Energie zu sparen. Wenn Sie Grundstück und Eigenheim mit einer Alarmanlage gegen Langfinger schützen wollen, sind Bewegungsmelder allerdings unerlässlich. Damit diese auch richtig funktionieren, ist die Inanspruchnahme eines Profis die beste Wahl.